Rot-Weiss Essens Stürmer Kamil Bednarski konnte sich am Ende des Tages auch nicht wirklich erklären, warum es gegen Fortuna Düsseldorf II nur zu einem 0:0 reichte.

Essens Bednarski

"An anderen Tagen geht das Spiel 4:0 aus"

26. Februar 2017, 10:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Rot-Weiss Essens Stürmer Kamil Bednarski konnte sich am Ende des Tages auch nicht wirklich erklären, warum es gegen Fortuna Düsseldorf II nur zu einem 0:0 reichte.

"Tage wie dieser" ist wohl der erfolgreichste Hit der Punkrockband "Die Toten Hosen", die wie der Gegner vom Wochenende auch aus Düsseldorf kommt. Insgesamt 85 Wochen hielt er sich in deutschen Top 100 und besingt eigentlich "das kollektive Glücksgefühl beim Feiern zur Musik" - so heißt zumindest die inhaltliche Analyse des zum Song gehörigen Wikipedia-Artikel. Zumindest der Titel "Tage wie dieser" passt auch zum Torlos-Remis von Rot-Weiss Essen gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf.

Warum es letztendlich nicht zu mehr reichte, wurde auch Linksaußen Kamil Bednarski gefragt. Sein einfaches Statement: "Das ist Fußball." Dabei hatte Rot-Weiss Essen, vor allem in Form des Deutsch-Polen, der gegen die Düsseldorfer aus allen Lagen Gefahr ausstrahlte und immer wieder den Abschluss gesucht hatte, Chancen en masse, die Partie gegen den Abstiegskandidaten für sich zu entscheiden. "An solchen Tagen triffst du nicht, an anderen Tagen geht das Spiel 4:0 aus", so zumindest Bednarskis Erklärung. Oder anders gesagt: Es hat einfach nicht sein sollen. Zumindest an Tagen wie diesem.

Inwieweit das die 6.117 Zuschauer, die am Samstag den Weg ins Stadion Essen gefunden haben, zufriedenstellt, sei dahingestellt. Dennoch zeigt es auch irgendwo das Problem, dass die Mannschaft von Trainer Sven Demandt hatte, genau auf. Sei es eine Schusschance von Bednarski (51.), ein Volleyversuch von Kapitän Benjamin Baier (55.), ein Schlenzer von Frank Löning (69.). Am Selbstvertrauen hat es, zumindest wenn es nach den Ausführungen des 31-Jährigen geht, nicht gemangelt: "Als Spieler musst du versuchen, dennoch cool zu bleiben. Ich habe immer dran geglaubt, dass wir noch treffen können und ich glaube, dass es die Mannschaft auch getan hat."

Zumindest beim abgepfiffenen Abstauber-Tor von Marcel Platzek sah es kurz danach aus, als könnten gegen den Abstiegskandidat doch noch drei Punkte mitgenommen werden. "Ich glaube, dass der Torwart da die Hand auf dem Ball hatte, von daher ist die Entscheidung in Ordnung", analysierte auch der ehemalige ETB-Spieler die umstrittene Szene.

Am Ende fühlte es sich gegen die defensiven Düsseldorfer, die zwar furios begonnen und sich im Spielverlauf immer mehr hinten eingeigelt haben, wie "Billard im Fünfer" an: "Der Ball prallt dann vor 28 Knie und geht dann irgendwie raus. Nur so richtig rein wollte er nicht." Zumindest nicht an Tagen wie diesem.

Und so bleibt am Ende nur noch die Hoffnung auf Besserung, wenn es dann am Freitag gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach geht. Die kleinen Fohlen sind trotz des ausgefallenen Auswärtsspiels bei den Sportfreunden Siegen immer noch Tabellenführer. Bednarskis Devise für die Szene: "So wie in den letzten beiden Spielen. Vielleicht gegen Düsseldorf nur die zweite Halbzeit, denn wenn wir so weiterspielen, ist auch das Glück wieder auf unserer Seite."

Und dann könnte bei den Essenern auch wieder das kollektive Glücksgefühl beim Feiern zur Musik entstehen. Es muss ja auch nicht unbedingt ein Titel einer Düsseldorfer Band sein.

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