Shunya Hashimoto kam diesen Winter vom SC Düsseldorf-West zur Fortuna. Mit der Leistung gegen RWE ist der Japaner nicht zufrieden und zeigt sich selbstkritisch.

Düsseldorf II

„Das waren nur 50 Prozent meines Könnens“

Julian Tilders
26. Februar 2017, 08:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Shunya Hashimoto kam diesen Winter vom SC Düsseldorf-West zur Fortuna. Mit der Leistung gegen RWE ist der Japaner nicht zufrieden und zeigt sich selbstkritisch.

Am Ende eines extrem chancenreichen Spiels zwischen RWE und der Düsseldorfer Fortuna stand es zum Leidwesen der Zuschauer letztendlich 0:0. Bei der Vielzahl an gefährlichen Situationen vor beiden Toren eigentlich ein Wunder. Vor allem Essen konnte sich vor hochkarätigen Torchancen kaum retten. Allein Kamil Bednarski versiebte gleich vier Großchancen, war aber generell in guter Gesellschaft, was das Vernichten von Tormöglichkeiten angeht. Die Düsseldorfer konnten nur in der ersten Hälfte überzeugen und hatten einige gefährliche Offensivaktionen. Shunya Hashimoto weiß allerdings, warum die Durchschlagskraft vorne im Endeffekt fehlte: „Als einziger Stürmer musste ich sowohl vorne als auch in der Defensive sehr viel Laufarbeit verrichten, um die Essener Angriffe zu verteidigen. Das war anstrengend und hat Kraft gekostet.“

Dabei hätte der Japaner in diesem Spiel fast für Rot-Weiss Essen die Schuhe geschnürt – denn auch RWE war während des Transferfensters an dem Stürmer dran. Zum Probetraining war Hashimoto bereits eingeladen, dieser unterschrieb dann aber schon vor dessen Absolvierung bei den Landeshauptstädtern. Dort hatte er das Probetraining schon hinter sich und die Entscheidung war gefallen.

Abwehrschlacht nach Wiederbeginn

Die zweite Halbzeit gehörte fast gänzlich den Gastgebern, das Spielgeschehen glich einer Belagerung des Düsseldorfer Strafraums. Den Gästen gelang es lange Zeit nicht, adäquate Gegenwehr zu leisten. „Essen hat nach der Pause die Angriffstaktik verändert und viel mit langen Bällen agiert. Insgesamt haben wir uns hinten reindrängen lassen und konnten selbst keine Akzente mehr nach vorne setzen", resümiert Hashimoto. Was die eigene Leistung angeht, ist der Japaner selbstkritisch: „Das waren höchstens 50 Prozent von dem, was ich kann und wie ich spielen will. Ich hatte zu wenige Chancen, damit bin ich nicht zufrieden.“

Nächstes Wochenende empfängt die Fortuna den zehntplatzierten SV Rödinghausen. Gegen diesen Gegner hat Hashimoto ein klares Ziel: „Bei diesem Heimspiel wollen wir definitiv als Sieger vom Platz gehen – und ich will auch unbedingt ein Tor schießen.“ Der Japaner ist also ehrgeizig und will am nächsten Spieltag mit Düsseldorf ein Zeichen im Abstiegskampf setzen.

Autor: Julian Tilders

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