Nach der Hinrunde werden die Uhren oft wieder auf Null gestellt. Die SSVg Velbert startet mit dem neuen Trainer Mircea Onisemiuc in die Rückrunde der Oberliga Niederrhein.

SSVg Velbert

Meister im Winter? "Auch in der Oberliga unmöglich!"

Lukas Draeger
25. Februar 2017, 02:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Nach der Hinrunde werden die Uhren oft wieder auf Null gestellt. Die SSVg Velbert startet mit dem neuen Trainer Mircea Onisemiuc in die Rückrunde der Oberliga Niederrhein.

Wenn der Geruch von Spekulatius in der Luft liegt und die Weihnachtsglocken zum Jahresausklang läuten, neigt sich auch meist die Hinrunde im deutschen Fußball-Spielbetrieb dem Ende zu. Dann beginnt die Zeit der Vorbereitung auf den zweiten Saisonabschnitt. Für die ein oder andere Mannschaft kommt die Pause recht gelegen, um endlich mit der verkorksten Hinserie abzuschließen und sich auf Saisonpart zwei einzuschwören. Die Hinrundenleistung der SSVg Velbert war zwar nicht verkorkst, aber dennoch zu wenig für die Ambitionen des Regionalliga-Absteigers. Nach 19 Spielen stehen die Bergischen in der Oberliga Niederrhein mit 35 Punkten auf dem dritten Rang. Dennoch brachte die Winterpause einige Umtriebe mit sich.

Die bedeutsamste Veränderung bei den Blau-Weißen ist sicherlich der Trainerwechsel im Januar. Doch mit der Übernahme des Traineramtes durch Mircea Onisemiuc gab es noch weitere Veränderungen. Die SSVg tritt ihren Gegner ab sofort mit einem veränderten Spielsystem gegenüber. Die Viererkette soll der Mannschaft zusätzliche Stabilität verleihen. Doch, wie läuft die Vorbereitung eigentlich? „Es ist schwierig. Wir hatten gerade bei den niedrigen Temperaturen mit vielen Ausfällen aufgrund von Grippewellen zu kämpfen“, gesteht Onisemiuc. Darüber hinaus habe David Müller mit Rückenbeschwerden zu kämpfen und Massimo Mondello mit einer gebrochenen Rippe.

Eine konkrete Platzierung möchte Onisemiuc als Saisonziel nicht ausgeben: „Primär wollen wir uns weiterentwickeln. Die Mannschaft soll das umsetzen, was der Trainer fordert. Wo wir am Ende der Saison stehen, kann keiner voraussagen.“ Der Rückstand auf den Tabellenführer beträgt aktuell volle 13 Punkte. Der SSVg-Coach kommentiert: „Das interessiert uns gerade gar nicht, wir schauen nur auf uns.“

Trotz „Parallelen zur Bundesliga“ empfindet der gebürtige Rumäne beim Anblick der Tabelle jedoch keinerlei bedrückende Gefühle: „Sollen wir nun deswegen aufhören Fußball zu spielen und uns stattdessen bis Mai mit Trainingsspielchen fit halten?“ Vielmehr sei die große Distanz des Drittplatzierten zum Tabellenfüher aus Uerdingen ein Anzeichen für eine „starke Liga“. Für die Rückrunde hält der 46-Jährige alle Türen offen, zum Meister will er die Krefelder aber noch nicht machen: „Ich bin mir sicher, dass noch keine Mannschaft im Winter Meister geworden ist.“

Am 5. März endet die Vorbereitung für die SSVg: Der TV Jahn-Hiesfeld gastiert im niederbergischen Land. Onisemiuc erwartet eine „spielstarke Mannschaft, die seit Jahren über einen konstant guten Kader verfügt.“ Näher wollte sich der SSVg-Trainer aber noch nicht mit Spiel und Gegner befassen, denn die Vorbereitung habe an der Jupiterstraße noch eine Woche „höchste Priorität“.

Autor: Lukas Draeger

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