Bei der 1:2-Niederlage bei Viktoria Köln setzte Rot-Weiss Essens Trainer Sven Demandt im Tor auf Robin Heller, anstelle der etatmäßigen Nummer eins Niclas Heimann.

RWE

Darum setzte Demandt auf Heller

19. Februar 2017, 12:17 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Bei der 1:2-Niederlage bei Viktoria Köln setzte Rot-Weiss Essens Trainer Sven Demandt im Tor auf Robin Heller, anstelle der etatmäßigen Nummer eins Niclas Heimann.

Es dürfte die Überraschung zum Restrundenauftakt gewesen sein: RWE-Trainer Sven Demandt stellte bei Viktoria Köln Robin Heller ins Rot-Weisse Tor, Niclas Heimann, zuvor in der Amtszeit des 52-Jährigen die klare Nummer eins, saß nur auf der Bank. Dieser war nach seinem doppelten Kapsel- und Außenbandriss im linken Fuß erst vor zweieinhalb Wochen wieder ins Training eingestiegen und noch nicht wieder vollends fit. "Das kann er auch noch gar nicht sein", schob Demandt nach um Heimanns Stellvertreter ein zusätzliches Lob auszusprechen: "Rob hat seine Sache in der Hinrunde sehr gut gemacht, hat auch gut trainiert. Es gab also auch keinen Grund ihn nicht zu bringen."

Auch beim Tabellenzweiten lieferte Heller eine souveräne Partie ab, war bei beiden Gegentoren machtlos. Auch wenn das entscheidende Kullergegentor zum Endstand doof aussah. Heller erklärte die Szene später noch mal aus seiner Sicht: "Die Flanke kam rein, es standen zehn Leute davor. Ich konnte den Ball nicht richtig sehen und dann wird der auch noch mehrmals abgefälscht." Ärgerlich, zumal mehr drin gewesen wäre, wenn es nach dem Torwart geht: "Es war ausgeglichen und ein 1:1 wäre verdient gewesen."

Dass der Trainer zu Beginn der Pflichtspielserie im Jahr 2017 auf den ehemaligen Düsseldorfer setzt, erfuhr Heller am Freitag vor dem Abschlusstraining: "Ich war dann natürlich sehr stolz. Ich glaube, ich habe eine gute Vorbereitung gespielt und im Training immer Gas gegeben." Zwar hätte er so oder so mit der Entscheidung der Verantwortlichen leben müssen, "aber so ist es positiv für mich ausgefallen und das freut mich sehr." Dennoch weiß auch Heller, dass seine Position nun nicht in Stein gemeißelt ist: "Sicher ist der Platz natürlich nicht. Wenn ich schlechte Leistungen bringe, dann geht das wahrscheinlich auch wieder in die andere Richtung."

Am kommenden Karnevalswochenende geht es für die Rot-Weissen gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf - gerade einmal 71 Tage nach dem Hinspiel, das die letzte Partie im Kalenderjahr 2016 bedeutete. Heller, selbst lange für die Landeshauptstädter aktiv, sinnt wie seine Mannschaftskameraden auf Revanche für die 1:2-Niederlage am Flinger Broich: "Wir werden anders an die Partie herangehen, als wir es das letzte Mal gegangen sind. Wir werden aggressiver und das Ergebnis ein anderes sein."

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