Fortuna Düsseldorfs Zweitvertretung kann sich glücklich schätzen, dass sie mit Hassan Nounouh einen der sichersten Elfmeter-Schützen der Oberliga in seinen Reihen haben. Zuletzt bewies der Rechtsfuß am vergangenen Sonntag seine Qualitäten und legte so den Grundstein zum 3:2-Auswärtserfolg.

Düsseldorf II: Nounouh und der Elfmetertrick

"Den verrate ich nicht"

md
07. September 2007, 18:10 Uhr

Fortuna Düsseldorfs Zweitvertretung kann sich glücklich schätzen, dass sie mit Hassan Nounouh einen der sichersten Elfmeter-Schützen der Oberliga in seinen Reihen haben. Zuletzt bewies der Rechtsfuß am vergangenen Sonntag seine Qualitäten und legte so den Grundstein zum 3:2-Auswärtserfolg. "Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt verschossen habe. Das muss schon lange her sein", kokettiert der 26-Jährige mit seinem Image als kaltblütiger Vollstrecker vom Punkt. Gibt es einen speziellen Trick?

"Ja, den gibt es, aber den verrate ich nicht in der Öffentlichkeit", macht der Rechtsverteidiger alle Hoffnungen der gegnerischen Torleute zunichte.

Doch nicht nur vom Punkt, auch aus dem Spiel heraus, ist der Ur-Fortune gefährlich: "Ich bin immer für ein paar Tore gut. Früher habe ich ja auch offensiver gespielt. Den Vorwärtsdrang spüre ich immer noch." Auch Wochen später ärgert sich der ehrgeizige Kicker über seine verpasste Chance gegen seinen Ex-Club TuRU Düsseldorf: "Da habe ich in der letzten Minute am Kasten vorbeigezielt. Hätte ich getroffen, hätten wir gewonnen."
Genauso intensiv wie er sich über eigene Treffer freut, ärgert er sich über Gegentore, die er ja eigentlich verhindern soll. "Es gibt natürlich so Dinger, wie der Homberger Ausgleich am letzten Sonntag, die man einfach nicht verhindern kann. Aber an Fehlern, wie vor dem 2:3, habe ich zu knabbern, da haben wir komplett gepennt."

Doch trotz des kurzen Nickerchens in der Hintermannschaft reichte es zum Sieg und damit zum Aufstieg auf Platz sechs. Überrascht? "Nein, überhaupt nicht, denn ich kenne unsere Stärke. Die Gegner haben uns unterschätzt, aber die Rolle spielen wir gerne, wenn wir dadurch punkten", grinst der hauptberufliche Sonnenstudio-Betreiber.

Damit auch sportlich weiterhin die Sonne für den Defensiven scheint, sollte am Ende der Saison schon eine Platzierung unter den ersten elf herausspringen: "Das ist das Ziel, und das ist durchaus machbar."

An die Regionalliga verschwendet er indes keine Gedanken mehr: "Ich sehe meine Zukunft sehr realistisch. Ich bin bald 27 und habe den Durchbruch nicht geschafft. Deshalb konzentriere ich mich voll und ganz auf meine Rolle in der Zweiten."

Autor: md

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