Die Pechsträhne für Tim Reichert geht weiter. Kurzer Rückblick: Zum Saisonstart in Essen arbeitete sich der defensive Mittelfeld-Mann in die erste Elf und überzeugte. Bis er sich am Knie verletzte und raus musste. Die erste Vermutung lautete: Blessur am Innenband. Es folgten Untersuchungen in Oberhausen und in Köln, allerdings ohne große Auffälligkeiten bei den Kernspintomographien.

RWO: Tim Reichert mit dem nächsten großen Rückschlag

"Fünf Wochen in den Mülleimer"

cb
06. September 2007, 22:54 Uhr

Die Pechsträhne für Tim Reichert geht weiter. Kurzer Rückblick: Zum Saisonstart in Essen arbeitete sich der defensive Mittelfeld-Mann in die erste Elf und überzeugte. Bis er sich am Knie verletzte und raus musste. Die erste Vermutung lautete: Blessur am Innenband. Es folgten Untersuchungen in Oberhausen und in Köln, allerdings ohne große Auffälligkeiten bei den Kernspintomographien.

"Alle haben zuerst gedacht, da ist nichts kaputt", erklärt Reichert, "aber ich hatte ein anderes Gefühl, mir wäre es lieber gewesen, man hätte per Arthroskopie ins Knie geschaut." Dann wäre der Arbeitsbiene der Oberhausener eine Menge Frust erspart geblieben. Denn jetzt kam raus: Der Aufhängerapparat am Meniskus ist beschädigt, RS erreichte Reichert am Mittwoch auf dem erneuten Weg zu Dr. Peter Schäferhoff, der die notwendige Operation vornahm.

Der Kicker betont: "Es wurde was übersehen, alles kam jetzt raus, weil die Schmerzen einfach nicht weniger wurden. Ich bin total sauer und enttäuscht. Sechs Wochen wurde ich in Bezug auf das Innenband behandelt. Wäre das sofort erkannt worden, hätte ich nicht fünf Wochen in den Mülleimer geschmissen. Jetzt falle ich wohl nochmals sechs Wochen aus."

Und das bei der Personalsituation, mit Musa Celik, Marcel Stiepermann und Thomas Tennagels tummeln sich drei weitere Kleeblätter im Langzeitlazarett. Reichert: "Eine Katastrophe, dabei war ich zu Beginn so gut drauf, dann passiert so etwas. Man kann es jetzt nicht mehr ändern, aber der Frust sitzt schon tief." Zumindest versucht der Bruder von Kapitän Benjamin so oft bei den Kollegen zu sein, wie es geht. "Zwei Mal die Woche schaue ich immer vorbei. Man hat zuletzt gesehen, die Stimmung war nicht so klasse. Klar, wenn man sieht, was wir für Punkte haben liegen lassen. Da fehlte etwas das Glück, dann ist schnell der Wurm im Spiel und das Selbstvertrauen geht verloren. So sah es gegen Dresden aus, da passierte nach vorne kaum etwas, man wird verrückt, wenn man nur auf der Tribüne zuschauen kann."

Die 90 Minuten in Verl konnte das Vereins-Urgestein noch nicht einmal vor Ort verfolgen. "Ich muss ein bis zwei Nächte im Krankenhaus bleiben, aber ich wurde von einem Kumpel über die Ereignisse in Verl unterrichtet." Denn auch Reichert weiß: "Der Druck ist jetzt schon groß, es müssen Punkte her, damit der Abstand zu Platz zehn nicht zu groß wird." Den Anfang machten seine Kollegen gestern in Verl, am Samstag soll gegen Magdeburg weiter nachgelegt werden.

Autor: cb

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