Die Stadt Essen setzt ihren energischen Kurs gegen Gewalttäter im Amateurfußball weiter konsequent fort. Erneut hat ein Spieler Hausverbot für alle Sportstätten erhalten.

Essen

Schiri-Schläger erhält das nächste Hausverbot

19. Januar 2017, 19:15 Uhr
Foto: Tim Müller

Foto: Tim Müller

Die Stadt Essen setzt ihren energischen Kurs gegen Gewalttäter im Amateurfußball weiter konsequent fort. Erneut hat ein Spieler Hausverbot für alle Sportstätten erhalten.

"Klare Kante" hatte die Essener Sportpolitik am Jahresende nach den vermehrten Gewaltausbrüchen auf den Fußballplätzen angekündigt. Nun lassen die Verantwortlichen tatsächlich Taten folgen. Am Donnerstag teilte Thorsten Flügel, Vorsitzender des Essener Fußballkreises, allen Vereinen im Auftrag der Stadt Essen mit, dass dem Spieler Ingo Putze aus der Freizeitliga Essen e. V. ein Hausverbot für alle Essener Sportstätten erteilt wurde.

Ein Jahr Sperre für Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter

Das Platzverbot ist bis zum 14. Oktober 2017 gültig. So lange hatte ihn die Kreisspruchkammer für den Spielbetrieb aus dem Verkehr gezogen. In diesem Zeitraum darf der Spieler keine städtische Sportanlage betreten, dazu zählen auch die Sporthallen, in denen die Hallenstadtmeisterschaft ausgetragen wird.

Der Fußballer des Vereins Blau Gelb Borbeck wurde aufgrund einer Tatlichkeit und einer Beleidigung gegen den Schiedsrichter im Spiel gegen Eintracht Bonnekamp für ein Jahr gesperrt. Der Spruchkammer-Sitzung bleib er unentschuldigt fern.

Putze ist bereits der dritte Spieler, dem ein Hausverbot von Seiten der Sport- und Bäderbetriebe Essen erteilt wurde. Auch Hilmi Baglar (zuletzt FC Alanya, bis zum 01.04.2018) und Adar Kaya (zuletzt Spvg. Steele 03/09, bis zum 06.03.2017) dürfen die städtischen Sportanlagen in nächster Zeit nicht betreten. Auch in diesen Fällen richtet sich die Dauer der Hausverbote nach den Urteilen des Sportgerichts.

Besonders hart hatte es im Zuge der Aufarbeitungen der Gewlatexzesse im Oktober und November vergangenen Jahres den Verein Fatihspor Essen getroffen. Die Spruchkammer verdonnerte den Klub wegen grober Unsportlichkeit der 3. Mannschaft zu einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro. Vorstand, Trainer und Betreuer müssen bis Ende März an einem Anti-Aggressionstraining beim Fußballverband Niederrhein (FVN) teilnehmen. Drei Fatihspor-Spieler wurden wegen Tätlichkeiten gegen den Schiedsrichter und Gegenspieler lange vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Einer von ihnen bis zum 1. Februar 2019.

Autor: Martin Herms

Kommentieren