Schlusspfiff in Hamburg. Wenn an diesem Samstag gegen 14.50 Uhr die Partie des VfL Bochum beim FC St. Pauli beendet wird, ist das Fußball-Jahr für die Zweitliga-Profis aus dem Revier gelaufen, direkt danach beginnt ihr Urlaub.

VfL Bochum

Verbeek zieht positive Zwischenbilanz

Ralf Ritter
16. Dezember 2016, 22:07 Uhr
Foto: firo

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Schlusspfiff in Hamburg. Wenn an diesem Samstag gegen 14.50 Uhr die Partie des VfL Bochum beim FC St. Pauli beendet wird, ist das Fußball-Jahr für die Zweitliga-Profis aus dem Revier gelaufen, direkt danach beginnt ihr Urlaub.

Und natürlich wollen sie den mit einem Sieg im Rücken beginnen.
Zumal damit die Auswärtsbilanz freundlichere Züge annehmen würde - bei erst einem Sieg (in Aue), zwei Remis (in Karlsruhe und Dresden) sowie fünf Niederlagen bisher.

Die Spieler haben immer gut trainiert, der Einsatz war jederzeit da. Aber wenn so viele Spieler ausfallen, dann ist auch weniger Erfahrung, weniger taktisches Verständnis da
Gertjan Verbeek
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Einfacher als zuletzt wird das am Millerntor wohl kaum, auch wenn St. Pauli trotz des 2:0 in Fürth weiterhin Schlusslicht ist. „Es war zwei Mal richtig schwierig, dort Punkte mitzunehmen“, erinnert sich Gertjan Verbeek an seine beiden Partien beim Kiez-Klub als VfL-Trainer. Erst gab es ein 1:5 im Mai 2015, und in der Vorsaison verlor der VfL mit 0:2, Mitte April dieses Jahres war das. Verbeek freut sich dennoch: „Dort herrscht immer eine super Atmosphäre.“ Mit rund 2800 VfL-Fans trägt auch Bochum wieder dazu bei: „Wir wollen gerne gewinnen“, sagt Verbeek, zu weit aus dem Fenster lehnt er sich aber nicht: „Aber das will der Gegner auch.“ Unabhängig vom Hinrunden-Abschluss hat er angesichts der zahlreichen Ausfälle, die den VfL in dieser Saison malträtiert haben, ein positives Zwischenfazit gezogen. Man habe „das Maximum“ herausgeholt. „Die Spieler haben immer gut trainiert, der Einsatz war jederzeit da“, lobte der Trainer. „Aber wenn so viele Spieler ausfallen, dann ist auch weniger Erfahrung, weniger taktisches Verständnis da.“

Zum Trainingsauftakt am 2. Januar, das ist Verbeeks Hoffnung, sollen bis auf Kevin Stöger und Thomas Eisfeld möglichst alle wieder dabei sein. „Ich hoffe, dass wir diese Probleme im neuen Jahr nicht mehr haben. Das ist die Basis für eine gute Rückrunde“, sagt der Coach. Die derzeit noch fehlenden Spieler wie Felix Bastians und Stefano Celozzi, der bereits Teile des Mannschaftstrainings wieder mitgemacht hat, haben jedenfalls einen individuellen Trainingsplan für die Weihnachtszeit bekommen, für sie fällt der Winterurlaub also aus.

Ihre Kollegen sollen zuvor nochmal 90 Minuten plus Nachspielzeit Vollgas geben, um auch tabellarisch eine gute Basis zu legen. Dabei wird wie berichtet Tim Hoogland für den ins Mittelfeld vorrückenden Anthony Losilla in die Innenverteidigung zurückkehren. Neben ihm spielen Timo Perthel und Nico Rieble, einer der Linksfüße verteidigt innen, einer außen. Im 17. Spiel der Saison wird der VfL also erneut nicht mit der Startelf wie im Spiel zuvor beginnen.

In jedem Fall wissen die Bochumer, worauf es ankommt. „In der zweiten Liga geht es auswärts nur über Einsatzbereitschaft und Leidenschaft. Sind wir da mit St. Pauli auf Augenhöhe, können wir vielleicht unsere spielerischen Möglichkeiten nutzen“, fasste es etwa Alexander Merkel gegenüber „reviersport.de“ zusammen. Der Neuzugang wird erneut über die rechte Außenbahn kommen. Tom Weilandt hat seinen Stammplatz, den er bis zu seinem schwachen Auftritt in Bielefeld behaupten konnte, vorerst verloren. Und Selim Gündüz bleibt in diesem Jahr in der Joker-Rolle.

Autor: Ralf Ritter

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