Rot-Weiss Essen hat in der Regionalliga West noch eine Partie auszutragen. Am Freitag muss RWE bei der Reserve von Fortuna Düsseldorf antreten.

RWE

Darum fahren die Essener nicht ins Trainingslager

Christian Brausch
14. Dezember 2016, 20:26 Uhr
Foto: firo

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Rot-Weiss Essen hat in der Regionalliga West noch eine Partie auszutragen. Am Freitag muss RWE bei der Reserve von Fortuna Düsseldorf antreten.

Ob Sieg, Remis oder Niederlage: Klar ist, die Essener werden das Fußballjahr 2016 auf dem vierten Rang beenden. Mit einem Dreier in Düsseldorf würde der Rückstand auf den Spitzenreiter aus Gladbach (bei einer weniger ausgetragenen Partie) auf neun Zähler verringert.

Ob die Mannschaft von Trainer Sven Demandt im Winter neue Spieler bekommt, das steht noch nicht fest. Zuletzt hat sich die Mannschaft sehr stabil gezeigt, seit zehn Ligaspielen hat niemand mehr die Essener besiegt. Zudem kommen Jeffrey Obst und Kai Druschky aus langen Verletzungen zurück, so dass Demandt nach der Winterpause mehr Optionen hat als in den letzten Wochen. Essens Präsident Michael Welling betonte im Gespräch mit RevierSport. "Wir schauen immer. Wir müssen nichts tun, um etwas zu tun. Handlungsdruck ist nicht da. Daher stellt sich auch die Frage, ob wir das Geld nicht sparen, um etwas anderes zu tun. Wenn uns jemand verlassen möchte, dann müssen wir schauen, ob wir das kompensieren können oder ob wir was machen müssen. Ich glaube aktuell, dass der Kader groß genug wäre, selbst wenn wir ein oder zwei Mann verlieren würden. Denn es kommen auch einige aus längeren Verletzungen zurück."

Wenn RWE sich das Geld spart, wird es auf jeden Fall nicht für ein Trainingslager im sonnigen Süden ausgegeben. Denn Welling erklärte, dass kein Trainingslager geplant wurde: "Ein Trainingslager wird es nicht geben, das war aber schon länger klar. Üblicherweise fahren die meisten Vereine in die Türkei. Das ist aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr attraktiv. Bochums Coach Gertjan Verbeek hat da richtigerweise auch was zu gesagt. Von daher war für uns klar, auch für uns geht es nicht in die Türkei. Weil das fast alle Vereine so halten, kommen auch ökonomische Folgen auf uns zu. Die meisten Teams machen trotzdem ein Trainingslager. Die Vereine verteilen sich auf andere Gebiete. Das Angebot dort ist gleich, die Nachfrage ist höher, dementsprechend schießen die Preise nach oben. Da haben wir beschlossen, dass wir hier bleiben."

Autor: Christian Brausch

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