Lothar Klöser ließ keinerlei Zweifel auffkommen. „Als Trainer habe ich entschieden, dass ich künftig auf diesen Spieler (Name ist der Redaktion bekannt) verzichten werde“, erklärte der Coach des Fußball-Kreisligisten Wanheim 1900.

SV Wanheim

Nach Spielabbruch - Trainer schmeißt Spieler raus

Friedhelm Thelen
12. Dezember 2016, 19:01 Uhr
Foto: Herbert Höltgen

Foto: Herbert Höltgen

Lothar Klöser ließ keinerlei Zweifel auffkommen. „Als Trainer habe ich entschieden, dass ich künftig auf diesen Spieler (Name ist der Redaktion bekannt) verzichten werde“, erklärte der Coach des Fußball-Kreisligisten Wanheim 1900.

„Ich werde natürlich noch mit dem Vorstand darüber sprechen, aber so etwas können wir nicht dulden. Das schadet dem Ruf des gesamten Vereins. Er muss nun mit den Konsequenzen leben.“

Der Schiri hat sich völlig korrekt verhalten. So etwas darf man einfach nicht tolerieren
Lothar Klöser

Der junge Mann war zehn Minuten vor Ende des Spiels gegen die GSG Duisburg offenbar so sauer über den Spielverlauf, dass er sich zu einem folge­schweren Fehler hinreißen ließ. Als die Großenbaumer gerade das Tor zum 7:3 am Honnenpfad erzielt hatten, reklamierte der Wanheimer Spieler Abseits. Klöser schildert die Szene so: „Der Schiri ließ sich darauf nicht ein. Als unser Spieler zu ihm ,Du Flachpfeife’ sagte, zeigte er ihm die Rote Karte, woraufhin ihn unser Spieler geschubst hat. Daraufhin hat der Schiedsrichter das Spiel abgebrochen.“ Klöser betont: „Der Schiri hat sich völlig korrekt verhalten. So etwas darf man einfach nicht tolerieren.“

Der Wanheimer Trainer betonte aber auch, das sein nunmehr Ex-Spieler nicht für solche Ausraster bekannt ist. „Auch im Spiel hat sich so etwas überhaupt nicht angedeutet, sonst hätte ich ihn ja schon lange vorher vom Platz genommen.“ Letztlich hat er wohl die Nerven verloren – was ihm nun den Platz in der Wanheimer Mannschaft kosten dürfte. Klöser: „So ist das nun einmal.“ Denn der Trainer der Wanheimer Mannschaft ist darauf bedacht, dass sich sein Team und sein Verein einen guten Ruf erarbeiten. „Wir spielen mit vielen jungen Spielern, die meisten davon echte Wanheimer“, beschreibt der Coach die Aufbauarbeit am Honnenpfad. „Wir müssen und werden dem Team Zeit geben. Sicher hätten wir zu diesem Zeitpunkt schon neun oder zehn Punkte mehr haben können, aber viele Niederlagen sind auch auf die Unerfahrenheit der Jungs zurückzuführen.“

So lief es auch am Sonntag. Denn Wanheim führte mit 2:0, ehe die Großenbaumer zwei Standards eiskalt zum Ausgleich nutzten. „Mit dem 2:3 waren wir dann völlig von der Rolle.“ Aktuell stehen die Gelb-Schwarzen mit 17 Punkten auf dem zwölften Platz – vier Zähler vor dem Relegationsrang 14, den derzeit Union Mülheim einnimmt. „Die Mannschaft kann viel mehr, aber natürlich geht es für uns in der Rückrunde um den Klassenerhalt“, so Klöser.

Autor: Friedhelm Thelen

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren