Alle loben den 1. FC Köln für den couragierten Auftritt gegen Borussia Dortmund.

Köln

Neue Ausfälle drohen - diese Spieler können gehen

Christian Brausch
12. Dezember 2016, 09:33 Uhr
Foto: firo

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Alle loben den 1. FC Köln für den couragierten Auftritt gegen Borussia Dortmund.

Und das trotz der prekären personellen Situation der Kölner. Fünf Stammspieler, die am ersten Spieltag gegen Darmstadt noch in der Startelf standen, fielen verletzt aus. Coach Peter Stöger musste beim 1:1 gegen den BVB bereits auf Dominic Maroh (erst doppelter Rippenbruch, dann Schlüsselbeinbruch), Timo Horn (Knie-OP), Leonardo Bittencourt (Bänderriss im linken Sprunggelenk), Matthias Lehmann (Teilruptur des Innenbandes im Knie) und Marcel Risse (Kreuzbandriss) verzichten.

Gegen Werder Bremen in einer Woche könnte es noch härter kommen für die Kölner. Der sechste Ausfall steht schon fest: Das Talent Salih Özcan sah gegen die Borussen in der Nachspielzeit Gelb-Rot und muss eine Partie pausieren. Aber nun droht auch noch der Ausfall von Marco Höger, der sich gerade erst von einer Knieblessur erholt hatte. Er fiel gegen den BVB auf die Schulter, eine Diagnose steht noch aus. Würde auch der Ex-Schalker ausfallen, müsste Stöger im defensiven Mittelfeld komplett umbauen.

Denn mit Milos Jojic stünde nur noch ein gelernter Mittelfeldmann für diese Position zur Verfügung, zudem Jonas Hector, der zuletzt mehrfach von der linken Seite ins Zentrum beordert wurde. Jojic ist allerdings auch einer der Kandidaten für einen Wechsel im Winter. Denn trotz der ganzen personellen Schwierigkeiten hat es der Ex-Dortmunder nicht geschafft, sich in die Kölner Mannschaft zu spielen. Vier Einsätze (98 Minuten Spielzeit), mehr gab es auch in dieser Saison nicht für den Serben, der daher vermutlich in der Winterpause einen Wechsel anstreben dürfte. Genau wie sein Landsmann Filip Mladenovic, der ebenfalls nicht über den Status des Ergänzungsspielers hinauskommt. Mladenovic kam in der letzten Winterpause von BATE Borisov nach Köln. In dieser Spielzeit kam er bisher lediglich zwei Einsätze und neun Minuten Spielzeit.

Daher könnte die kommende Transferperiode für Kölns Manager Jörg Schmadtke arbeitsreicher werden als zunächst gedacht. Denn ursprünglich hatten die Kölner nicht vor, auf dem Markt aktiv zu werden. Nun werden sie dazu gezwungen. Speziell ein Mann für die offensiven Außenbahn soll kommen, zudem könnte ein Sechser ins Visier rücken, wenn Jojic die Kölner tatsächlich verlassen würde. Als Trainingsgast begrüßten die Kölner in der letzten Woche den brasilianischen Linksverteidiger Paulo Otávio von österreichischen Zweitligisten LASK Linz. Zudem wurde der FC bereits im Sommer mit Kerim Frei (offensives Mittelfeld) von Besiktas Istanbul in Verbindung gebracht. Für Transfers sollen die Kölner etwa zehn Millionen Euro zur Verfügung haben.

Autor: Christian Brausch

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