Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln: Dieses Spiel elektrisiert die Massen am Niederrhein und der Domstadt.

Gladbach - Köln

Das sagt Stephan Engels zum rheinischen Derby

Krystian Wozniak
18. November 2016, 18:39 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln: Dieses Spiel elektrisiert die Massen am Niederrhein und der Domstadt.

Wenn am Samstag um 15.30 Uhr das rheinische Derby im Borussia-Park angepfiffen wird, dann wird auch das Herz von Stephan Engels höher schlagen. Der gebürtige Mondorfer ist Kölner durch und durch. 272 Pflichtspiele (50 Tore) - zwischen 1978 und 1989 - bestritt Engels für seinen FC. Heute ist der 56-jährige Unternehmer und Spielerberater. Wir sprachen vor dem Derby Gladbach gegen Köln mit der FC-Legende.

Stephan Engels, was macht das Spiel Gladbach gegen Köln aus?
Das waren immer Highlights. Die Besonderheit dieses Vergleichs ist, dass so große Namen wie Hennes Weisweiler oder Udo Lattek beispielsweise für beide Vereine tätig waren. Die Liste der Spieler und Funktionäre ist sehr lang, die sowohl ihr Geld in Mönchengladbach als auch Köln verdient haben. Heute noch treffen wir uns auf ein Bier – Wolfgang Overath oder Bernd Cullmann sind dabei, aber auch der Gladbacher Rainer Bonhof. Das ist schön – bei aller Rivalität. Das sollten auch die Fans bedenken. Alle anderen, die da Hass mit ins Spiel bringen, sind für mich Vollidioten.

Haben Sie ganz besondere Duelle zwischen dem VfL und FC in Erinnerung?
Da gibt es einige. Wir haben viele Spiele gedreht, in denen wir zur Halbzeit zurück lagen. Besonders gerne erinnere ich mich an das Spiel in der Saison 1982. Da haben wir 2:1 nach Toren von Pierre Littbarski und mir gewonnen. Erich Ribbeck, der damalige Bundestrainer, saß auf der Tribüne und ich habe ein tolles Spiel gemacht. Da durfte ich kurz danach mit der Nationalmannschaft auch nach Südamerika reisen und mein Debüt für Deutschland feiern. Das sind natürlich unvergessliche Erlebnisse.

Werden Sie am Samstag im Stadion sein?
Nein, ich mag es mittlerweile ruhiger. Ich werde mir am Samstag das Duell zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach anschauen - aber in der Regionalliga. Das Spiel findet ja auch am Samstag bereits um 14 Uhr statt.

Wie lautet denn Ihr Tipp für das große Spiel in der Bundesliga?
Ich glaube, dass mein Freund Rainer Bonhof nach dem Spiel einige Kölsch trinken werden muss, um die FC-Tore zu verkraften (lacht). Im Ernst: Ich denke, dass der FC mit einem Punkt gut leben könnte. Aber bekanntlich ist in so einem Spiel alles drin. Persönlich wäre ich mit einem Unentschieden zufrieden.

Zuletzt waren Sie Trainer der Regionalligamannschaft des 1. FC Köln. Werden wir Sie bald wieder auf der Trainerbank sehen?
Aktuell bin ich sehr gut beschäftigt, habe eine Spielerberater-Agentur und bin Unternehmer in der Immobilienbranche. Aber man weiß ja nie und sollte niemals nie sagen. Das Fußballgeschäft bleibt immer reizvoll.

Autor: Krystian Wozniak

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