Das Theater um Christian Hochstätter ist beendet. Der wechselwillige Sportvorstand muss beim VfL Bochum bleiben. Ein Kommentar.

VfL-Kommentar

Wohin man auch blickt: überall Verlierer

Michael Eckardt
13. November 2016, 22:57 Uhr
Foto: Firo

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Das Theater um Christian Hochstätter ist beendet. Der wechselwillige Sportvorstand muss beim VfL Bochum bleiben. Ein Kommentar.

Man könnte jetzt sagen, das sei ein beispielloser Vorgang, doch damit soll man vorsichtig sein als Journalist. Sagen darf man aber, dass das, was da in der letzten Woche und in letzter Konsequenz am Sonntagabend passiert ist, wahrhaftig ins Raritäten-Kabinett gehört.

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Auf offener Bühne und vor offenen Mikrofonen wurde da verhandelt, wer zu welchem Preis demnächst wo arbeiten soll. Man konnte sich vorkommen wie auf dem Jahrmarkt. Ein jämmerliches Amateur-Schauspiel, das noch lange nicht beendet ist. Denn es geht jetzt, wo alles in Scherben liegt, noch darum, wer für dieses Schmierentheater verantwortlich ist.

Dass es gelegentlich unterschiedliche Sichtweisen gibt, ist üblich, hat aber nichts mit diesem Fall zu tun. Man weiß tatsächlich nicht, wer mit gezinkten Karten gespielt hat, aber wenn Hans-Peter Villis an Gepflogenheiten aus der Wirtschaft erinnert, wo solche Angelegenheiten weitgehend geräuschlos abgewickelt werden, dann sagt das vor allem etwas über die sehr kommunikativen Herren des Hamburger SV.

Aber hilft das irgendwem weiter? Nein, wohin man auch blickt: überall Verlierer. Der HSV ist seinem Negativ-Image mal wieder mehr als gerecht worden, der VfL wird auch nicht ohne Schrammen davonkommen. Und dann ist da natürlich noch Christian Hochstätter, der sich offenbar sicher war, dass sein Wechselwunsch in Erfüllung gehen würde und der, egal was man beim VfL nun noch sagen wird, einen sehr schweren Stand haben wird.

Autor: Michael Eckardt

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