Mit 6:0 (2:0) hat Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg den Oberligisten TuRU Düsseldorf souverän geschlagen und zieht ins Halbfinale des Niederrheinpokals ein.

Niederrheinpokal

6:0! MSV Duisburg spaziert ins Halbfinale

13. November 2016, 17:35 Uhr
Foto: Micha Korb

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Mit 6:0 (2:0) hat Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg den Oberligisten TuRU Düsseldorf souverän geschlagen und zieht ins Halbfinale des Niederrheinpokals ein.

"Wir wollen den Niederrheinpokal gewinnen", machte MSV Duisburg-Coach Ilia Gruev auf der Pressekonferenz vor dem Viertelfinale des Niederrheinpokals beim Oberligisten TuRU Düsseldorf unmissverständlich klar. Dafür nimmt der Trainer den gesamten Kader in die Pflicht. Im Paul-Janes-Stadion sollten es die Spieler aus der zweiten Reihe richten. MSV-Coach Ilia Gruev veränderte seine Startelf gegenüber dem 0:0 gegen Halle in der Liga auf gleich neun Positionen. Einzig [person=3782]Dustin Bomheuer [/person] und [person=2943]Nico Klotz[/person] blieben in der Startelf. Mittelfeldspieler Martin Dausch, der sich im Spiel gegen Halle verletzt hatte, saß zunächst auf der Bank. Der zuletzt gesperrte Fabian Schnellhardt kehrte in die Startelf zurück.

Wer sechs Tore schießt und keines bekommt, hat auch gegen einen Oberligisten einen tollen Job gemacht
Ilia Gruev


Der Düsseldorfer Oberligist, lediglich auf Platz 14 der Oberliga Niederrhein, machte dem Spitzenreiter der dritten Liga zu Beginn noch das Leben schwer. Eine Unachtsamkeit in der Düsseldorfer Defensive führte jedoch in der 22. Spielminute zum 1:0 für den MSV, als Tugrul Erat nach Flanke von Kingsley Onuegbu völlig frei im Strafraum stand und volley an seiner alten Wirkungsstätte versenkte. TuRU steckte zu keiner Zeit auf und hätte nach Chancen von [person=26174]Takehiro Kubo[/person] und [person=5429]Saban Ferati[/person] sogar ausgleichen können. Stattdessen nutzten die Duisburger ihre Möglichkeiten eiskalt und erhöhten vor der Pause durch [person=5475]Stanislav Iljutcenko [/person]auf 2:0 (41.).

Der zweite Durchgang begann, wie der erste aufgehört hatte. Die Gastgeber kamen rotzfrech aus der Kabine, spielten weiter mutig nach vorne und hatten in der 52. Spielminute die große Möglichkeit durch Saban Ferati, als dieser nach einem Konter alleine auf das MSV-Tor zulief, den Ball aber nicht alleine aufs Tor brachte, sondern ihn in den Rücken des mitgelaufenen Kubo spielte (55.).

Der Klassenunterschiede machte sich vor dem Tor deutlich bemerkbar. Der nach seiner Rotsperre in der Liga zurückgekehrte [person=6029]Fabian Schnellhardt[/person] wurde kurz vor dem Strafraum gelegt und verwandelte den fälligen Freistoß mit einem herrlichen Zirkelschuss ins lange Eck zum 3:0 (60.). Damit war den mutigen Gastgebern endgültig der Zahn gezogen. Nach einer Freistoßtrick-Variante über Schnellhardt, Iljutcenko und [person=8967]Leutenecker[/person] fand der Ball MSV-Stürmer [person=2865]Onuegbu[/person], der auf 4:0 erhöhte (68.) In der Schlussphase entwickelte sich dann doch die erwartet einseitige Partie, in der der MSV durch [person=15288]Engin[/person] (88.) und den eingewechselten [person=3220]Brandstetter[/person] (91.) einen am Ende deutlichen 6:0-Sieg einfuhr und damit den Einzug in das Niederrheinpokal-Halbfinale perfekt machte.

MSV-Trainer Ilia Gruev sah einzelne Konzentrationsfehler seiner Mannschaft sehr entspannt und zeigte sich zufrieden mit dem Spiel. Angesichts dieses Resultats hatte er auch allen Grund dazu: „Ich glaube, das Ergebnis ist am Ende sehr deutlich ausgefallen. Wir spielen hier immer noch Fußball und kein Handball. Wir haben sicher, sauber und souverän gespielt. Wer sechs Tore schießt und keines bekommt, hat auch gegen einen Oberligisten einen tollen Job gemacht. Ich finde nicht, dass wir so viel zugelassen haben. Wir wollten unbedingt ein paar Tore machen und das ist uns auch gelungen. Meine Mannschaft hat das Tempo stets hochgehalten und ab der 60. Spielminute hatten wir dann auch in puncto Fitness Oberwasser. Wir nehmen diesen Pokal genau so ernst wie die Liga und wollen ihn unbedingt gewinnen.“

Sein Gegenüber, TuRU Coach Frank Zilles, war trotzdem stolz auf seine Mannschaft, ärgerte sich aber über unnötige Fehler: "Nach 20 Minuten spielen wir den Ball selber zum Gegner und laden ihn, wie auch beim 2:0 dazu ein, Tore zu schießen. Das ist sehr schade, weil wir bis dahin ein sehr ordentliches Spiel gezeigt haben. Ein Gegner mit dieser Klasse nutzt solche Chancen dann natürlich eiskalt. In der zweiten Halbzeit können wir den Anschluss schaffen, spielen aber noch einmal einen quer und lassen die Riesenchance ungenutzt. Danach kriegen wir sofort das 3:0 und die Partie ist gegessen. Trotzdem hat das Spaß gemacht.“

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