Kommando zurück! Am Donnerstag hatte der MSV Duisburg noch auf seiner Internetseite verkündet, dass Torhüterin Lena Nuding für das bevorstehende Spiel gegen 1899 Hoffenheim nicht zur Verfügung stehen werde.

MSV-Frauen

Grings kann doch auf Nuding setzen

Thomas Kristaniak
12. November 2016, 12:37 Uhr
Foto: Ketzer

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Kommando zurück! Am Donnerstag hatte der MSV Duisburg noch auf seiner Internetseite verkündet, dass Torhüterin Lena Nuding für das bevorstehende Spiel gegen 1899 Hoffenheim nicht zur Verfügung stehen werde.

Darüber wunderte sich auch Trainerin Inka Grings, die am Freitagnachmittag zur Korrektur schritt: „Lena Nuding wird spielen.“

Ein klares Signal
Das Damoklesschwert, womöglich eine Feldspielerin zwischen die Pfosten stellen zu müssen, hatte seit dem vergangenen Samstag über den Zebras geschwebt, als Nudings Vertreterin Scarlet Hellfeier beim 0:6 in Sand eine Gehirnerschütterung erlitt. Die kurzfristige Verpflichtung einer neuen Keeperin erwies sich nun aber als nicht notwendig: „Der Freitag war der Finaltag, an dem Lena alles machen musste, was nötig ist. Danach hat sie ein klares Signal gegeben, dass es geht.“ Konkrete Gedanken, wer im Fall der Fälle die Handschuhe übergestreift hätte, gab es zuvor laut Inka Grings nicht: „Ich hatte noch mit keiner Feldspielerin darüber gesprochen. Aber wir haben da zwei, drei positiv Verrückte, die das sicher gern gemacht hätten.“ Nun wird es sogar so sein, dass Scarlet Hellfeier fit genug ist, um auf der Bank Platz zu nehmen, womit sich die dringendsten Sorgen im Tor erst einmal erledigt haben.

Im Rest des Kaders werden sie aber nicht zwingend geringer. Immerhin ist Sofia Nati wieder fit und damit wenigstens eine Spielerin, von der bekannt ist, dass sie weiß, wo das Tor steht. Nicole Munzert, die das in der 2. Bundesliga auch einige Male bewies, fällt bekanntlich mit einem Muskelfaserriss für den Rest des Jahres aus.

Dass irgendjemand treffen muss, liegt auf der Hand. „Das ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, um dranzubleiben“, betont Inka Grings. Hoffenheim hat wie der USV Jena und Bayer Leverkusen sechs Punkte auf dem Konto und damit drei mehr als der MSV, der mit einem Sieg also zu den Konkurrenten aufschließen könnte. Dazu muss sich die Mannschaft aber nach dem wenig berauschenden Auftritt beim SC Sand wieder deutlich steigern. Inka Grings: „Wir haben dieses Spiel gemeinsam analysiert. Das Team hat danach im Training einen positiven Eindruck hinterlassen und ich habe auch ein gutes Gefühl.“

Autor: Thomas Kristaniak

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