In der vierten Minute der Nachspielzeit gab es noch eine Ecke für den FC Schalke 04.

Elfmeter nicht gegeben

Schalke beklagt sich über Schiri

Andreas Ernst
26. September 2016, 12:26 Uhr
Foto: firo

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In der vierten Minute der Nachspielzeit gab es noch eine Ecke für den FC Schalke 04.

Die Königsblauen lagen bei 1899 Hoffenheim mit 1:2 zurück - es war die letzte Chance, doch noch zum Ausgleich und damit zum ersten Punktgewinn in dieser Saison zu kommen. Max Meyer schlug den Ball an den ersten Pfosten - und der Ball prallte gegen die rechte Hand des Hoffenheimers Kerem Demirbay. Ein klarer Elfmeter! Die Schalker beschwerten sich sofort vehement, doch Schiedsrichter Tobias Welz ließ weiterspielen. Es blieb beim 1:2 - die fünfte Niederlage im fünften Spiel. Schalke bleibt Schlusslicht der Bundesliga-Tabelle.

Trainer Markus Weinzierl und die Schalke-Spieler schäumten. "Am Ende hätten wir einen klaren Elfmeter bekommen müssen", schimpfte Weinzierl und ergänzte: "Aber wenn man einen schlechten Lauf hat, kommt einfach alles zusammen." Ähnlich äußerte sich Kapitän Benedikt Höwedes: "Es passt zu unserer Situation, dass wir diesen klaren Elfmeter nicht bekommen haben." Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann konnte den Ärger der Schalker verstehen. "In der Nachspielzeit hatten wir Glück. Das war ein klares Handspiel von Kerem Demirbay in unserem Strafraum. Da muss ich nicht drumherum diskutieren", erklärte Nagelsmann ehrlich.

Schalke-Manager Heidel stand wütend in der Mixed Zone

Nur einer beschwerte sich nicht: Schalkes neuer Manager Christian Heidel. Der stand wütend in der Mixed Zone und erklärte: „Das interessiert mich gar nicht.“ Eine Schiedsrichter-Kritik hätte nur von Heidels Botschaft abgelenkt. Und die war nach einer schwachen Leistung unmissverständlich. "Ich weiß, wie schwierig Abstiegskampf ist. Die Mannschaft nicht, weil sie es nicht kennt", erklärte Heidel. Vor allem die Laufleistung in der ersten Hälfte bemängelte er: „Sie hat mit Mentalität und Charakter zu tun. Entweder haben sie es nicht verstanden, dann werden wir es ihnen deutlich sagen.“

Autor: Andreas Ernst

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