Um die Personalie Andreas Ivan will es in dieser Saison einfach nicht ruhig werden. Der Offensivspieler stand in den letzten beiden Spielen nicht im Kader von Rot-Weiss Essen.

RWE

Demandts Kritik an Andreas Ivan

Dominik Hamers
14. September 2016, 16:46 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Um die Personalie Andreas Ivan will es in dieser Saison einfach nicht ruhig werden. Der Offensivspieler stand in den letzten beiden Spielen nicht im Kader von Rot-Weiss Essen.

Der 21-Jährige, der seit Beginn der Spielzeit lediglich durch seine Suspendierung auf sich aufmerksam gemacht hatte, scheint bei seinem Chef derzeit einen schweren Stand zu haben. „Sportliche Gründe“ führte Sven Demandt an und ergänzte dann wenig kryptisch: „Ich habe bei ihm nicht das Gefühl, dass er uns helfen kann, so wie er sich präsentiert.“

Harte Worte für Ivan, der in der Winterpause 2015/16 von Drittligist Stuttgarter Kickers an die Hafenstraße kam. Und der zum erweiterten Kader der rumänischen U21-Nationalmannschaft gehört. Eigentlich ein Spieler, der dem Regionalligisten sofort helfen müsste. Allerdings: Seinen letzten Einsatz hatte er in der Schlussphase der Partie gegen Mönchengladbach II, als er in der 76. Minute für Tolga Cokkosan eingewechselt wurde.

„Für Talent kann man sich nichts kaufen“, warf Demandt einen Gemeinplatz in die Runde. Zwar bezog er diese Aussage nicht explizit auf Ivan, doch dürfte sich der Rumäne aufgrund seiner Nichtberücksichtigung und der gleichzeitigen Hereinnahme der drei ehemaligen RWE-Jugendspieler Nico Lucas, Emre Demircan und Timo Becker angesprochen fühlen.

Und so machte der 51-Jährige munter weiter mit seinem Vortrag über die richtige – und auch die falsche – Einstellung junger, talentierter Fußballer: „Wenn ich bereit bin Dinge anzunehmen und im Kopf klar bleibe, und darüber hinaus auch noch hart arbeite, dann wird sich das auf Dauer auszahlen. Bin ich das nicht, werde ich immer Probleme kriegen.“

Wie die aussehen können, hat Ivan zuletzt zu spüren gekommen. Auf die Frage, ob es am Gemütszustand des Spielers liegen könne, hielt sich Demandt vorsichtig zurück: „Ich kann nur beurteilen, was ich sehe.“

Wenn ich sehe, wer da in Gladbach durchgekommen ist – die Jungs konnten alles was, die waren aber auch vernünftig
Sven Demandt

Einfacher jedoch werde es an der Hafenstraße nicht: „Man kann sich ja ausrechnen, wie viele Spieler jedes Jahr aus der A-Junioren-Bundesliga nachkommen, von denen die meisten für sich in Anspruch nehmen, Bundesliga-Spieler zu werden. Dann setzen sich am Ende die durch, die klar im Kopf sind.“ Der ehemalige Junioren-Trainer von Borussia Mönchengladbach hatte gleich ein paar Beispiele zur Hand, wie es deutlich besser laufen könnte: „Wenn ich sehe, wer da in Gladbach durchgekommen ist – die Jungs konnten alles was, die waren aber auch vernünftig.“

Die Aussagen – wenngleich nicht direkt an Ivan adressiert – dürften sitzen. Es liegt am Spieler selbst, ob er sie beherzigen möchte. Denn die Tür hat Demandt dem Winter-Zugang noch nicht zugeschlagen. Und hat dies auch nicht vor: „Spieler, die mir und uns das Gefühl geben, sie würden uns weiterhelfen, kann es nicht genug geben. Ich hätte gern die Luxussituation, dass ich davon mal einen nicht berücksichtigen müsste.“

Autor: Dominik Hamers

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren