Erstes Spiel, erste Pleite. 0:3 gegen die SGS Essen. Und lange Gesichter bei den Bundesliga-Fußballerinnen des MSV Duisburg.

MSV Frauen

Aufbauarbeiter in der Fußballwelt

Felix zur Nieden
10. September 2016, 10:14 Uhr
Foto: FUNKE FotoServices

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Erstes Spiel, erste Pleite. 0:3 gegen die SGS Essen. Und lange Gesichter bei den Bundesliga-Fußballerinnen des MSV Duisburg.

„Für einige ist diese Liga neu. Da ist eine kleine Welt zusammengebrochen“, hatte Routinier Linda Bresonik nach der Auftaktniederlage gesagt. Eine Woche später haben die Aufbauarbeiten an den bröckelnden Welten aber schon deutliche Konturen angenommen. Müssen sie auch, denn am Sonntag um 14 Uhr (Möslestadion) müssen die Zebra-Frauen beim SC Freiburg antreten.

Der kleine Schock der neuen Liga ist bei den Zebra-Frauen verdaut. Dass es deutlich schneller und robuster zur Sache geht, wussten sie auch schon vor dem ersten Anpfiff. Gegen Essen gab es die Bestätigung. Jetzt gilt es, damit umzugehen. Trainerin Inka Grings ist zuversichtlich, dass ihre Spielerinnen schnell in den neuen Gefilden ankommen. „Die Spielerinnen gehen selbstkritisch damit um und haben erkannt, dass sie an sich arbeiten müssen. Und das wollen sie auch. Das haben wir unter der Woche eindeutig gemerkt“, sagt Grings. Die Einstellung zur neuen Aufgabe ist die richtige, der Wille der Spielerinnen, sich den Herausforderungen zu stellen und an ihnen zu wachsen ungebremst. „Ich musste nicht eingreifen. Die Spielerinnen pushen sich gegenseitig und bauen sich nach negativen Erlebnissen gegenseitig auf“, lobt Grings.

So hatte die Trainerin auch ausreichend Zeit, sich intensiv mit dem nächsten Gegner auseinanderzusetzen. Die Damen aus dem Breisgau sind mit einem 1:1 gegen den amtierenden Deutschen Meister FC Bayern München in die neue Saison gestartet. „Ich erwarte aber eine anders agierende Freiburger Mannschaft. Gegen München haben die Freiburgerinnen defensiv gespielt. Jetzt werden sie sicher offensiver agieren.“

Denn vor allem die Offensive der Breisgauerinnen hat die MSV-Trainerin als Stärke ausgemacht. „Freiburg ist eine spielstarke Mannschaft, die im Angriff gut harmoniert.“ Ihr eigenes Team weiß das und wird vor allem versuchen, den Offensivdrang der Gastgeberinnen zu bremsen. „Wir müssen hochkonzentriert arbeiten und gut kontern. Wenn sich die Situationen ergeben, müssen wir mutig nach vorne spielen“, so Grings.

Die Fahrt nach Freiburg wird auch Lara Heß mit antreten können, die nach ihrer Kopfverletzung wieder einsatzbereit ist. Grings kann für die Aufstellung aus dem Vollen schöpfen. Gute Voraussetzungen für weitere erfolgreiche Aufbauarbeiten einer erfolgreichen Fußballwelt für Duisburgs Fußballfrauen.

Autor: Felix zur Nieden

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