Auch im vierten Anlauf der noch jungen U19-Bundesligasaison hat RWE trotz starkem Beginn gegen RW Oberhausen einen Punktgewinn verpasst. Am Ende stand es 2:4 (1:1).

U19-Derby

RWE weiter ohne Punkt - RWO atmet durch

Marlon Irlbacher
28. August 2016, 15:08 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Auch im vierten Anlauf der noch jungen U19-Bundesligasaison hat RWE trotz starkem Beginn gegen RW Oberhausen einen Punktgewinn verpasst. Am Ende stand es 2:4 (1:1).

Die U19 von Rot-Weiss Essen hat es trotz einer bärenstarken Anfangsphase verpasst, im Derby gegen nervös beginnende Oberhausener den ersten Punktgewinn in dieser Saison zu verzeichnen.

Die Elf von Coach Carsten Wolters begann druckvoll und erarbeitete sich Chancen im Minutentakt, bis [person=33238]Jason Ceka[/person] in der elften Spielminute nach einer Ecke das 1:0 für die Hausherren erzielte. Die Dominanz der Essener zog sich durch die komplette erste Halbzeit, bis RWO aus dem Nichts nach einem Flachschuss aus 16 Metern von [person=30507]Tarik Kurt[/person] zum psychologisch wichtigen Ausgleich kam (46.). Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Der späte Ausgleich in Halbzeit eins schien die Rot-Weissen auch im zweiten Durchgang noch zu beschäftigen. Viele grobe Fehler schlichen sich ins Spiel der Mannschaft ein und brachten die Kleeblätter plötzlich ins Spiel. So gingen die Oberhausener nicht unverdient in der 59. Minute durch [person=33809]Nico Thier[/person] in Führung. RWE versuchte schnell wieder ins Spiel zu finden, wirkte aber völlig von der Rolle und kassierte in der 73. Minute durch den starken Tarik Kurt mit dem 1:3 die Vorentscheidung.

Ich glaube, manche Jungs sind noch gar nicht richtig im U19-Modus angekommen
Carsten Wolters

Als [person=29996]Guliano Nieddu [/person]für die Hausherren in der 92. Minute noch einmal durch einen Abstauber verkürzen konnte und sich alle schon auf spannende Restminuten einstellten, erzielte RWO direkt nach dem Anstoß durch den eingewechselten [person=33817]Olcay Yilmaz[/person] den 4:2-Entstand. Oberhausens Thier erhielt in der Nachspielzeit zu allem Überfluss noch die gelb-rote Karte, als er sich zu langsam zur Auswechslung bewegen wollte. Für Oberhausener war es der erste Saisonsieg, nachdem die Jungs von Coach Mike Tullberg erst einen Punkt auf dem Konto hatten.

Für die Essener sieht es nach dem 4. Spieltag hingegen nicht gut aus. Wolters und seine Schützlinge müssen weiter auf den ersten Punkt in dieser Saison warten. Der Coach der rot-weissen U19 ärgerte sich nach dem Spiel über den Leistungsabfall seiner Mannschaft. "Wir dürfen einfach nicht den Ausgleich vor der Pause kassieren und müssen vorher mit 2:0 in Führung gehen, dann ist das hier eine ganz andere Geschichte. Vielleicht hätten wir auch einen Elfmeter kriegen müssen. Im zweiten Durchgang hat Oberhausen viel mehr gemacht als wir und meine Mannschaft hat dann deutlich zu wenig investiert. Die Abstände waren viel zu groß und dann machen wir naive Fehler. Ich glaube, viele Spieler sind noch gar nicht richtig im U19-Modus angekommen. Es wird nicht einfach, aber mann kann die Jungs auch nicht immer nur streicheln. Die Jungs müssen lernen, ihren Schweinehund zu überwinden und sich selber hinterfragen, ob sie wirklich alles gegeben haben. So gewinnt man in der U19-Bundesliga nur wenige Spiele."

Tullberg hingegen konnte sich mit der Leistung seiner Mannschaft identifizieren, die vor allem in Durchgang zwei eine bärenstarke Leistung ablieferte. "Wir haben nach 25 Minuten umgestellt und [person=33807]Aaron Langen[/person] aus der Innenverteidigung auf die Sechser-Position gepackt, weil wir bis dato überhaupt keinen Zugriff auf die Partie bekamen. Ab diesem Zeitpunkt kamen wir schon etwas besser in die Partie. Der Ausgleich meiner Mannschaft kam natürlich zum perfekten Zeitpunkt und war völlig verdient. Die beiden Gegentore dürfen trotzdem nicht fallen, da wir wieder einmal individuelle Fehler gemacht haben. Das gilt es abzustellen. Ich habe den Jungs nach den letzten Partien gesagt, dass wir einen Lernprozess durchlaufen und sie sich keine Sorgen um Endergebnisse machen sollen. Wir haben schon gegen Schalke und Köln auf Augenhöhe gespielt, darum war ich auch mit diesen Spielen sehr zufrieden. Am Sonntag waren wir 60 Minuten lang die bessere Mannschaft und haben uns den Sieg deshalb auch verdient."

Autor: Marlon Irlbacher

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