Nach drei Spielen steht der Cronenberger SC punktlos und mit elf Gegentoren im Tabellenkelller der Oberliga Niederrhein.

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Cronenberg sieht Kunstrasen als Waffe

Max Hönekopp
23. August 2016, 15:40 Uhr
Foto: Tillmann

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Nach drei Spielen steht der Cronenberger SC punktlos und mit elf Gegentoren im Tabellenkelller der Oberliga Niederrhein.

Nach dem Auftaktprogramm ist die Erkenntnis in Wuppertal klar. „Wir werden nur gegen den Abstieg kämpfen“, betont Trainer Markus Dönninghaus. „Man muss aber auch realistisch bleiben. Mit Schonnebeck und Velbert hatten wir zwei Gegner, die ganz oben mitspielen“, ergänzt er. Anfang September wartet mit Topfavorit Uerdingen die nächste schwere Aufgabe auf den Aufsteiger. „Es war von vornherein klar, dass wir von Beginn an anspruchsvolle Spiele haben werden. Dennoch bin ich natürlich nicht zufrieden mit dem Saisonstart“, meint er.

Ein Grund für den Fehlstart ist der Respekt vor den etablierten Vereinen aus der Oberliga. Zudem muss sich der CSC an die höhere Spielgeschwindigkeit anpassen. Außerdem denkt der Trainer, dass der Untergrund bezüglich der mangelnden Punkteausbeute eine Rolle spielt. „Wir haben drei Jahre in der Landesliga nicht auf Naturrasen gespielt. Das ist für die Jungs schon eine Umstellung“, meint Dönninghaus. Gleichzeitig rechnet er sich dadurch, zumindest bei Heimspielen auf dem eigenen Kunstrasen kleine Vorteile aus. „Die Affinität zum Kunstrasen ist unsere Stärke. Es ist ein anderes Fußballspiel“, gibt er zu. Knackpunkt sind aber die Standardsituationen, denn gegen Velbert fielen gleich vier Tore nach ruhenden Bällen.

Zuversichtlich schaut der Coach jetzt in die Zukunft. „Mit Leidenschaft und einer hohen Laufbereitschaft wollen wir den vermeintlich stärkeren Teams Paroli bieten. Wir wollen uns Defensiv stärken, denn anderes als in der Landesliga können wir die Aufgaben in der Oberliga nicht spielerisch lösen“, gibt er zu. Dass das Wirkung zeigt, hat man in Velbert zumindest in der ersten Halben Stunde gesehen. „Da hatten wir zwei gute Kontermöglichkeiten und konnten gut mitspielen. Das wollen wir jetzt auf 90 Minuten bringen“, zeigt sich Dönninghaus optimistisch. Er ist sich im klaren darüber, dass es jedes Wochenende enge, schwierige Spiele geben wird. „Demnach wird sich zeigen, ob es am Ende reichen wird. Gegen Ratingen werden wir jedenfalls wieder alles daran setzen."

Zur Verstärkung sind die drei Verletzen Laslo-Maximilian Müllner, Jens Perne und Jan David Schättler, sowie die aus dem Urlaub zurückgekehrten Tarkan Türkmen und Emre Erciyes wieder im Training. „Sie sollen den Konkurrenzkampf im Team Stärken“, so der Aufstiegscoach. Ob man sich in der letzten Transferwoche noch Verstärkung holt, scheint eher unwahrscheinlich, denn der Verein verfügt nicht über hohe finanzielle Möglichkeiten.

Autor: Max Hönekopp

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