Nach dem bitteren Pokal-Aus des MSV Duisburg gegen Union Berlin (1:2 n.V.) schwankten die Gefühle der Zebras zwischen Stolz und Enttäuschung.

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Gefühlslage zwischen Stolz und Enttäuschung

21. August 2016, 19:17 Uhr
Foto: firo

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Nach dem bitteren Pokal-Aus des MSV Duisburg gegen Union Berlin (1:2 n.V.) schwankten die Gefühle der Zebras zwischen Stolz und Enttäuschung.

[person=5850]Mark Flekken[/person] rettete den MSV mit einer überragenden Parade in der Nachspielzeit in die Verlängerung. Duisburgs "fliegender Holländer" sei sowohl enttäuscht über das Ausscheiden als auch stolz auf die gebrachte Leistung. "Die Art und Weise wie wir als Mannschaft aufgetreten sind, war großartig. Leider hat es am Ende nicht gereicht. Bitter ist, dass wir nicht den maximalen Ertrag aus unserer starken Leistung heraus holen konnten."

[person=5475]Stanislav Iljutcenko[/person] erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich: "Das war eine sehr unglückliche Niederlage. Union hatte im gesamten Spiel genau zwei Chancen. Wir hatten einfach nur Pech." Bereits in der vergangenen Saison knipste der Russe gegen die Eisernen in der Liga - Union scheint Iljutcenko zu liegen: "Das kann sein. Ich gucke eigentlich nicht auf Statistiken. Klar freut es mich getroffen zu haben, aber am Ende bringt uns der Treffer auch nichts - wir sind ausgeschieden."

Ivica Grilic konnte der Truppe keinen Vorwurf machen: "Der Sieg von Union war nicht verdient. Wir waren während der gesamten 90 Minuten die bessere Mannschaft und hatten zudem die besseren Möglichkeiten. Der einzige Kritikpunkt ist die Chancen-Verwertung. Aber die Mannschaft hat einen tollen Kampf abgeliefert. Klar lässt am Ende die Kraft nach, trotzdem haben wir in der 119. Minute noch die riesige Chance auf den Ausgleich." Der Duisburger Sportdirektor hofft, dass der Knoten von [person=3220]Simon Brandstetter[/person] bald platzt. "Heute hätte er uns damit ins Elfmeterschießen retten können, aber das passiert jedem mal." Die Leistung sollte aber Mut für die kommenden Monate machen: "Es gilt jetzt Kraft zu tanken, zu regenerieren und dann den Fokus auf das Spiel gegen Magdeburg zu legen. Wir sind immer noch ungeschlagen in der Liga."

Duisburgs Präsident Ingo Wald sah nur ein großes Manko: "Wir können alle stolz auf diese Mannschaft sein. Wir waren mindestens gleichwertig - es war mehr drin in diesem Spiel. Als Manko kann ich festhalten, dass wir in der ersten Halbzeit in Führung hätten gehen müssen." Enttäuschung herrschte beim Vorstandsvorsitzenden vor. Die Prämie für die zweite Runde des DFB-Pokals hätten die Zebras gut gebrauchen können: "Das hätte uns geholfen, eine schwierige Drittliga-Saison etwas besser gestalten zu können."

Union-Coach Jens Keller wusste um die Schwere der Aufgabe: "Es war ein sehr intensives Spiel. Uns war von Beginn an klar, dass es keinen Klassenunterschied zu sehen geben wird. Duisburg hat eine exzellente Mannschaft und wird sicherlich um den Aufstieg spielen. Wenn man in der Verlängerung gewinnt, ist es sicher ein etwas glücklicher Sieg, den wir aber gerne mitnehmen." Vor allem, da über Union der Geist schwebe, nicht über die Erste Runde hinaus zu kommen. Dass die Eisernen die schlechtere Mannschaft waren, wollte der ehemalige S04-Trainer nicht hinnehmen: "Es spricht für sich, wenn man hört, wer Spieler des Spiels wurde (Anm. d. Red: MSV-Keeper Mark Flekken). Wenn wir so wenige Chancen gehabt hätten, würde ein Torwart nicht diese Auszeichnung erhalten. Es war nicht so, dass wir gar nicht mitgespielt haben. Es war eine durchwachsene Leistung von uns, aber wir haben uns belohnt - das ist das was zählt."

Auch MSV-Coach Ilia Gruev trauerte der Chancen-Verwertung hinterher: "Wir sind bitter enttäuscht. Wir haben uns viel vorgenommen, hatten aber natürlich auch einen sehr guten Gegner. Das einzige was mir gefehlt hat, waren die Tore. Wir hatten genug Chancen, um welche zu erzielen. Aber da waren wir einfach nicht konsequent genug. Positiv ist, dass wir gegen einen guten Zweitligisten ebenbürtig waren."

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