Fußball-Oberligist SSVg Velbert plant die Rückkehr in die Regionalliga mittelfristig. Der direkte Wiederaufstieg ist kein Muss.

SSVg Velbert

Aufstieg nicht übers Knie brechen

Ulrich Tröster
06. August 2016, 07:07 Uhr
Foto: Funke Foto Services

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Fußball-Oberligist SSVg Velbert plant die Rückkehr in die Regionalliga mittelfristig. Der direkte Wiederaufstieg ist kein Muss.

Die Ligapremiere wird zwar erst am 14. August gefeiert, der Pflichtspielstart 2016/17 steht für den Fußball-Oberligisten SSVg Velbert allerdings schon unmittelbar bevor. Denn am kommenden Sonntag tritt der Oberligist in der ersten Runde des Niederrheinpokals beim Düsseldorfer A-Ligisten DJK Tusa 06 an. Zeit also für den Verein, bei der alljährlichen Auftakt-Pressekonferenz einen Ausblick auf die neue Saison zu geben.

Dazu warf der Vorsitzende Oliver Kuhn zunächst aber einen Blick zurück. Schließlich hatte die SSVg von den vergangenen vier Spielzeiten drei in der Regionalliga verbracht. Da liegt es zwar nah, sich den Wiederaufstieg als Ziel zu setzen. Doch Kuhn erklärt: „Es hat sich gezeigt, vor allem in der Rückrunde der abgelaufenen Saison, wo die SSVg steht. Für die Oberliga zu gut, für die Regionalliga aber nicht gut genug.“ Wenn die Velberter in der Regionalliga spielten, sei es immer eng geworden, da etliche Konkurrenten unter Profi-Bedingungen arbeiten und über bessere Voraussetzungen verfügen.

Infrastruktur verbessern
Hier will die SSVg ansetzen und auch gerne auf zwei, drei Jahre im Voraus planen. „Das Ziel ist: Mit einer verbesserten Infrastruktur wieder in der Regionalliga auflaufen. Dazu gehört ein verstärkter Unterbau mit einer leistungsfähigeren Jugend-Abteilung. Und dazu gehört ein neues Stadion. Da sind wir weiter mit der Stadt im Gespräch.“

„Wir hoffen, in den nächsten drei Jahren in der Jugend-Bundesliga zu spielen“, sagt der Vorsitzende. Im Moment laufe es in der Nachwuchsabteilung schon vielversprechend. „Wir werden vermutlich 20 Mannschaften stellen. Das sind sehr viel für unsere Verhältnisse.“ Aus all dem ergebe sich: Der Aufstieg in die Regionalliga bleibt das Ziel, aber eher mittelfristig. Und diesem Ziel werde gerade in der anstehenden Saison nicht alles untergeordnet.

„Sollte es aber in der kommenden Saison doch klappen, werden wir sicher nicht ablehnen. Aber wie gesagt: Es ist kein Muss“, verdeutlicht der Vorsitzende

So bekräftigt es auch Trainer Karsten Hutwelker. Schließlich müsse sich das Team erst einmal finden: Er selbst ist neu, viele Spieler sind neu, die Liga ist es auch. „Hier müssen wir uns erst einmal etablieren. Allerdings bin ich zuversichtlich. Wenn unsere verletzten Spieler wieder fit sind, werden wir unsere sportlichen Ziele erreichen.“ Bisher habe sein Team einen guten Eindruck hinterlassen. Nachdem ein Großteil der Vorbereitung abgeschlossen ist, sei es in hervorragender Verfassung. Wichtig sei es nun, die richtige Mischung zu finden. Die SSVg hat zwar mehrere Leistunsträger gehalten, aber auch ein Dutzend Spieler verloren. Es kamen neun Neue, viele aus der Abteilung jung und hungrig. Auch Spieler mit einiger Erfahrung wie die Ex-Krayer[person=5749] Marvin Grumann[/person] (23 Jahre) und [person=4190]Kevin Kehrmann[/person] (25), [person=4965]Alban Sabah[/person] (24) oder [person=8907]Julien Rybacki [/person](erst 20) machen den Altersschnitt nicht kaputt.

„Wir haben viele willige, ehrgeizige Spieler. Ich bin sicher: Mit denen werden wir etwas erreichen“, sagt Hutwelker. Wie sich das in Zahlen ausdrückt, sprich welcher Tabellenplatz in der kommenden Saison drin ist — da will sich der Trainer nicht festlegen. Ein Platz weit oben wird aber sicherlich sehr gerne gesehen. Der Vorsitzende Oliver Kuhn formuliert es so: „Es wird keiner standrechtlich erschossen, wenn er Zweiter oder Dritter wird.“

Autor: Ulrich Tröster

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