Der Auftakt im DFB-Pokal auf Kreisebene stand unter keinem guten Stern.

Kreispokal Gelsenkirchen

Abbruch nach Tumulten

dw
26. Juli 2016, 11:04 Uhr

Foto: Tim Müller

Der Auftakt im DFB-Pokal auf Kreisebene stand unter keinem guten Stern.

Die vorgezogene Erstrunden-Partie zwischen den beiden A-Kreisligisten Spvgg. Middelich-Resse und Firtinaspor wurde eine Viertelstunde vor Schluss beim Stande von 1:0 für die Gäste abgebrochen. Schiedsrichter Marcel Brinkpeter sah nach Tumulten auf und neben dem Spielfeld auch seine eigene Sicherheit nicht mehr als gewährleistet an.

Bis zur 74. Minute verlief die Partie auf der Sportanlage Im Emscherbruch nahezu ohne besondere Vorkommnisse, sieht man einmal davon ab, dass Mutlu Özil seinen Klub aus Bulmke-Hüllen nach einer halben Stunde in Führung gebracht hatte. Ansonsten: alles friedlich. Auf der staubigen Asche wurde um jeden Ball gekämpft, aber stets im Rahmen der Fairness.

Das änderte sich in der 74. Minute, nachdem zwei Spieler von Firtinaspor des Feldes verwiesen worden waren. Zunächst erhielt Deniz Bozkurt die Gelb-Rote Karte, anschließend sah Ramazan Yagcioglu Rot. „Zuvor wurden unsere Spieler rassistisch beleidigt“, behauptet Attila Öz, der Geschäftsführer von Firtinaspor. „Alle in der Nähe haben es gehört, nur der Schiedsrichter nicht, obwohl er nur zwei Meter davon entfernt stand.“

Nach den Platzverweisen kam es zu Hektik und Rudelbildungen auf dem Platz und somit zu einer mehrminütigen Spielunterbrechung. Dabei soll es, wie Matthias Gessenhardt, der Sportliche Leiter von Middelich-Resse, beobachtet hatte, auch zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Als Gastgeber stellte sein Klub zwar Ordnungspersonal, aber auf Anfrage konnte er Marcel Brinkpeter nicht die sichere Fortsetzung des Pokal-Spiels gewährleisten. Der Schiedsrichter brach die Partie daraufhin endgültig ab, nachdem er sie nach den Platzverweisen gar nicht erst wieder angepfiffen hatte.

Wie die Partie gewertet wird, muss wohl die Kreisspruchkammer entscheiden.

Autor: dw

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