Drei Wochen Pause hat sich Stefan Fröhlich gegönnt, in denen der junge Coach des Westfalen-Oberligisten SV Lippstadt einmal kräftig durchatmen konnte.

SV Lippstadt

"Haben uns mit Auge verstärkt"

26. Juni 2016, 10:30 Uhr
Foto: Tillmann

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Drei Wochen Pause hat sich Stefan Fröhlich gegönnt, in denen der junge Coach des Westfalen-Oberligisten SV Lippstadt einmal kräftig durchatmen konnte.

In diesen gut 21 Tagen dürfte der 30-Jährige sämtliche Gedanken an die zurück- und auch an die vor den Lippstädtern liegende Saison ad acta gelegt haben. Das gedankliche Abschweifen hat ihm der Verein mittels Kaderplanung deutlich erleichtert.

Björn Traufetter und Ardian Jevric sind trotz ihres höheren Alters immer noch heiß und haben uns in der vergangenen Saison eine Menge geholfen
Stefan Fröhlich, Trainer SV Lippstadt

Mit Danilo de Souza und Marcel Höttecke haben lediglich zwei wesentliche Stützen den SVL verlassen. Dafür kommen mit Arne Kampe und Felix Bechtold ein Duo aus dem Regionalliga-Kader von Rot Weiss Ahlen, Janis Kraus (FC Gütersloh), Marcel Todte (SC Roland) und Marcel Rump (SC Paderborn II) gestandene Spieler nach Lippstadt. „Wir haben uns mit Auge verstärkt“, weiß Fröhlich, dass bei der abgeschlossenen Personalplanung verstärkt darauf geachtet wurde, in die Breite zu gehen und sich zudem auf das Altbewährte zu verlassen. „Ich höre immer, dass sämtliche Trainer davon sprechen, dass sie junge, hungrige Spieler aus der eigenen Jugend holen. Aber Björn Traufetter und Ardian Jevric sind trotz ihres höheren Alters immer noch heiß und haben uns in der vergangenen Saison eine Menge geholfen“, sagt der Lippstädter Linienchef.

Dennoch: Auch Fröhlich hat sich in der Kaderschmiede des ehemaligen Regionalligisten umgeschaut und ist fündig geworden: Paolo Maiella, Marcel Brylka, Valentin Hennecke, Cafer Yörük und Julius Goldstein wurden für oberligatauglich befunden. „Was die Transfers betrifft, konnten wir aufgrund unserer Mittel nicht allzu weit ausholen“, begründet der SVL-Coach, warum kein neuer „Großverdiener“ zu den Schwarz-Roten geholt wurde.

Daher wird auch das Saisonziel bescheiden formuliert. Alles, was besser ist als Platz fünf nehmen sie in Lippstadt gern an. Die vergangene Saison hat gezeigt, dass es dem SVL bisweilen noch schwer fällt, kleinere und größere Rückschläge wegzustecken. Als binnen vier Tagen nicht nur das Oberliga-Topspiel gegen Siegen, sondern auch noch das Halbfinale im Westfalenpokal verloren wurden, fehlten am Ende die Körner. 96 Stunden, an denen Fröhlich den restlichen Verlauf der abgelaufenen Saison festmacht: „Das war der Knackpunkt und wir hatten Schwierigkeiten, danach wieder in die Spur zu kommen.“

Bevor die Mannschaft das nächste Unterfangen in der fünfthöchsten Spielklasse angeht, ist eine andere Einheit in Lippstadt schon lange mit ihrer Aufgabe beschäftigt. Denn neben der Vorbereitung auf den Saisonstart beherrscht ein ganz anderes Thema den Verein. Das Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern München steht am 16. Juli auf dem Plan. Es wird rappelvoll am Bruchbaum und die Fröhlich-Elf kann der breiten Öffentlichkeit eine erste Kostprobe geben.

Ab dann gilt alle Konzentration der kommenden Saison. „Wir beobachten die Konkurrenz bis dahin genau“, hat der Trainer noch keine genaue Vorstellung davon, welches Team die Favoritenrolle innehaben wird. „Vielleicht gibt es ja ein zweites Sprockhövel“, denkt Fröhlich an die letztjährige Überraschungsmannschaft, die überwiegend aus Jugendspielern bestand.

Dass seine Elf diese Rolle nicht einnehmen wird, hat der junge Lippstädter Coach mit der Planung bereits unterstrichen.

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