Nach drei Jahren ist der SV Union Neustadt zurück im Oberhaus des Fußball-Kreises.

KL A

Wie Union Neustadt den Weg nach oben fand

dw
21. Juni 2016, 08:03 Uhr
Foto: Joachim Kleine-Büning

Foto: Joachim Kleine-Büning

Nach drei Jahren ist der SV Union Neustadt zurück im Oberhaus des Fußball-Kreises.

Der an der Dessauerstraße beheimatete Klub, der vor 18 Jahren durch den Zusammenschluss des SV Neustadt 73 mit Union Gelsenkirchen entstand, schaffte in der Staffel 2 der Kreisliga B als Vizemeister hinter Firtinaspor III den direkten Aufstieg in die Kreisliga A.

„Eigentlich waren wir auf ein Entscheidungsspiel gegen den Zweiten der anderen Staffel eingestellt“, sagt Trainer Frank Adrians. Weil aber BV Rentfort III, der Meister der Staffel 1, auf den Aufstieg verzichtete und auch der Tabellendritte VfB Kirchhellen II nicht hoch wollte, blieb den Neustädtern der Umweg erspart.

Frank Adrians war sicherlich nicht ganz unbeteiligt daran, dass es mit Union wieder nach oben ging. Als er dort vor einem Jahr als Trainer anfing, fand er eine Mannschaft vor, die in der Abschlusstabelle der Kreisliga B2 nur auf Rang zwölf gelandet war. „Ich fand einen Trümmerhaufen vor“, berichtet der 53-Jährige.

Er mistete kräftig aus, baute eine neue Mannschaft auf mit Spielern, die bereit waren, nicht nur sonntags gegen den Ball zu treten, sondern sich auch unterhalb der Woche in den Trainingseinheiten zu quälen. „Wir haben neue Strukturen geschaffen“, sagt Frank Adrians. Zu den neuen Strukturen gehörte auch, dass die erste Mannschaft gemeinsam mit der zweiten trainierte. „Um den Zusammenhalt innerhalb des Klubs zu stärken“, wie der Coach hinzufügt.
Torhüter Giglio (37) ist der Oldie

Eigentlich wollte Frank Adrians die vergangene Saison nach seiner Zeit als Trainer des Damen-Regionalligisten FFC Recklinghausen für eine persönliche Pause nutzen. „Aber dann hat mich Unions Vorsitzender Wolfgang Jeske, den ich seit über 30 Jahren kenne, für seinen Klub begeistern können.“ Innerhalb von drei Jahren, so der Plan des Klub-Chefs, sollte die Rückkehr in die Kreisliga A gelingen. Frank Adrians und sein Team brauchten nur ein Jahr.

Zur Winterpause sah es noch nicht nach dem Aufstieg aus. In der Rückrunde starteten die Neustädter dann jedoch durch. Sie blieben ungeschlagen und wurden „dank einer kollektiv starken Leistung völlig verdient Vizemeister“, wie Frank Adrians betont. Zum erfolgreichen Team gehörten auch zwei Oldies, die alle überraschten: der 37 Jahre alte Torhüter Antonio Giglio und der ein Jahr jüngere Innenverteidiger Frank Freudenstein.

Die Aufsteiger-Truppe soll im ersten Jahr in der Kreisliga A weitgehend beisammen bleiben. Bislang haben nur die beiden Misini-Brüder Faruk und Yakup signalisiert, dass sie den Verein verlassen wollen. Sie wechseln nach Essen. Trotzdem ist Frank Adrians davon überzeugt, dass sein Team mehr als nur den Klassenerhalt erreichen kann. „Adler Feldmark und RW Wacker Bismarck haben es in der zurückliegenden Spielzeit vorgemacht“, sagt er anerkennend. „Auch wir sollten uns einen einstelligen Tabellenplatz als großes Ziel setzen.“

Autor: dw

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