Nein, sagt Julian Weigl. Nein, die Nummer kannte er nicht, die er da am Mittwoch in seinem Handy-Display hatte.

EM

Wie BVB-Profi Weigl von seiner Nominierung erfuhr

sebastian Weßling
18. Mai 2016, 15:29 Uhr
Foto: firo

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Nein, sagt Julian Weigl. Nein, die Nummer kannte er nicht, die er da am Mittwoch in seinem Handy-Display hatte.

Aber es war ja der Tag, an dem der vorläufige Nationalmannschafts-Kader für die EM in Frankreich bekannt gegeben wurde – und so hatte der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund zumindest die Hoffnung, dass dieses Telefonat eine erfreuliche Nachricht bringen könnte.

Aus der Hoffnung wurde schnell Gewissheit, denn am anderen Ende der Leitung war Bundestrainer Joachim Löw. „Die Stimme kennt man ja von vielen Pressekonferenzen aus dem Fernsehen“, erzählt Weigl grinsend. „Daher habe ich schnell gewusst, wer dran ist.“ Es war das erste Mal, dass der 20-Jährige und der Bundestrainer miteinander zu tun hatten – und für Weigl war es ein unvergesslicher Moment. „Ich bin zu Hause schon ein bisschen im Dreieck gesprungen“, sagt er. „Das war ein kleiner Traum, mal dabei zu sein.“

Hans-Joachim Watzke wusste da schon Bescheid. „Ich musste ja Gewichte besorgen, damit er nicht abhebt“, witzelt der BVB-Geschäftsführer. „Ich freue mich sehr für ihn, das ist absolut verdient.“ Der BVB-Boss denkt aber auch an die Borussen, die nicht dabei sind, wie Marcel Schmelzer, Matthias Ginter, Erik Durm oder Gonzalo Castro – und packt seine Meinung dazu in einen spitzen Satz: „Es muss dem deutschen Fußball sehr gut gehen, wenn er von einer Mannschaft, die 78 Punkte geholt hat, nur drei Spieler braucht.“

Autor: sebastian Weßling

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