Der Oberligist Wuppertaler SV hat den Regionalligisten RW Oberhausen aus dem Niederrheinpokal geworfen.

Pokal-Halbfinale

WSV schmeißt RWO im Elferschießen raus

20. April 2016, 22:18 Uhr
Foto: Micha Korb

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Der Oberligist Wuppertaler SV hat den Regionalligisten RW Oberhausen aus dem Niederrheinpokal geworfen.

In einem dramatischen Elfmeterschießen setzte sich der WSV am Ende mit 6:4 durch und freut sich nun auf das Endspiel am 28. Mai gegen Rot-Weiss Essen. Held des Abends war neben Torschütze Ercan Aydogmus, der den WSV mit seinem Treffer in die Verlängerung rettete, Wuppertals Keeper Sebastian Wickl, der einen Elfmeter von Oberhausens Christoph Caspari entschärfen könnte.

Zuvor gab es schon in der regulären Spielzeit eine prickelnde Schlussphase im Stadion am Zoo: Erst traf Bertul Kocabas in der 67. Minute zur bis dato verdienten Führung für die „Kleeblätter“, dann hatte Arnold Budimbu kurz vor Ende der regulären Spielzeit die Vorentscheidung auf dem Fuß. Zweimal scheiterte der Oberhausener – einmal am glänzend aufgelegten Wickl im Wuppertaler Tor, dann an Danijel Gataric, der sich mit letzter Kraft in den Nachschuss geschmissen hatte. Dann sorgte Ercan Aydogmus in der zweiten Minute der Nachspielzeit für den Ausgleich.

Budimbus Riesenchance war nicht die einzige Möglichkeit für RWO, gegen den Niederhein-Oberligisten den Deckel drauf zu machen. Patrick Bauder war in der 79. Minute ebenfalls mit einem Konter an Wickl gescheitert. Zu diesem Zeitpunkt brannte in der altehrwürdigen Spielstätte der Rot-Blauen richtig der Baum. Denn eigentlich hätten die Platzherren den Rückstand schon eher ausgleichen können. Kurz vor Bauders Chance hatte sich Danijel Gataric in den RWO-Strafraum vorgearbeitet, wurde aber unsanft gelegt. Der bei Finalgegner Rot-Weiss Essen wegen seiner strittigen Entscheidungen in der Regionalliga-Partie gegen Wattenscheid in Ungnade gefallene Schiedsrichter Dustin Sikorski verweigerte den eigentlich fälligen Strafstoß.

Endlich hatte die Flutlicht-Partie am späten Mittwochabend den Rahmen, den sich alle erhofft hatten. Gut 500 Fans begleiteten die „Kleeblätter“ zum Stadion am Zoo, die Haupttribüne war lange vor dem Anpfiff fast vollständig gefüllt und auf den Rängen lieferten sich beide Fanlager lautstarke Wechselgesänge. Mehr gab es über die mit hohen Erwartungen beladenen Partie aber kaum zu berichten. Erfreulich jedoch: Rund um die altehrwürdige Spielstätte der Rot-Blauen war es vor dem Spiel ruhig und gesittet geblieben.

Auf dem Platz bot sich zunächst das gleiche Bild wie vor den Toren. Denn Zündstoff für die beeindruckende Atmosphäre lieferte das Geschehen auf dem Rasen allenfalls in der Anfangsphase. Da kam RWO in Person von Raphael Steinmetz gefährlich vor den Kasten von Wickl (5.), kurz danach schlenzte Arnold Budimbu einen Freistoß in die Arme des Wuppertaler Keepers (6.). Der Schütze war es dann auch, der den im ersten Durchgang müden Kick mit seinen Offensivaktionen zu beleben versuchte.

Dass es auf der anderen Seite an hochkarätigen Chancen mangelte, war insbesondere dem engagierten Einsatz von Oberhausens Kapitän Benjamin Weigelt zu verdanken. Gefährlich wurde der Oberligist nur nach Standards. Zweimal kamen Patrick Nemec und der überzeugende Ercan Aydogmus auffällig vor das Tor (28. und 44.), allerdings ohne dass RWO-Keeper Thorben Krol ernsthaft eingreifen musste.

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