MSV-Boss Ingo Wald war in Nürnberg stolz. Sehr stolz. Auf alles, was Zebra-Streifen trug. Und orange.  Somit auch auf seinen Torhüter Michael Ratajczak.

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"Rata" will sich selbst beschenken

Dirk Retzlaff
12. April 2016, 08:37 Uhr
Foto: firo

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MSV-Boss Ingo Wald war in Nürnberg stolz. Sehr stolz. Auf alles, was Zebra-Streifen trug. Und orange. Somit auch auf seinen Torhüter Michael Ratajczak.

„Auf der Tribüne haben mir Funktionäre des 1. FC Nürnberg zu diesem starken Torwart gratuliert“, erzählte Wald nach dem 2:1-Coup des Fußball-Zweitliga-Schlusslichts MSV Duisburg beim aufstiegsambitionierten Club.

Michael Ratajczak musste in den letzten Monaten oft Kritik hinnehmen. Vor allem in den sozialen Netzwerken musste „Rata“ viel einstecken. Zum Teil ging das unter die Gürtellinie, zum Teil war es indes auch berechtigt. In Nürnberg zeigte es der 33-Jährige seinen Kritikern. Da war sie endlich die Partie, die Rataczak für den MSV rettete – nicht zuletzt mit einem starken Reflex gegen Hanno Behrens in der Nachspielzeit.

Ratajczak erlebte einen verdienten Sieg an der Noris. „Wir haben es immer wieder geschafft, Nadelstiche zu setzen. Jeder von uns hat sich voll reingehauen“, stellte der frühere Düsseldorfer die Moral der Truppe heraus. Mit dem Überraschungserfolg in Nürnberg ist der MSV im Abstiegskampf wieder dick im Geschäft und kann mit einem Heimsieg über 1860 München am Freitag gleichziehen. Mit einem Sieg mit drei Toren Unterschied können die Zebras die Löwen sogar überholen.
Ratajczak hatte unlängst erklärt, dass er noch nie abgestiegen sei und dass das auch so bleibe. Manche mögen den Keeper für diese Aussage belächelt haben, nun könnte „Rata“ Recht behalten. Mit einem Sieg über 1860 würde sich Ratajczak selbst ein Geburtstagsgeschenk machen: Er wird am Samstag 34.

Die MSV-Verantwortlichen hoffen, dass der Abstiegskrimi am Freitag vor möglichst vollen Rängen über die Bühne geht. Passend zum Anlass macht Schlagersänger Mickie Krause – „Schatzi, schenk mir ein Foto“ – sein Versprechen wahr. Der auf die hohe Kunst des Mallorca-Liedgutes spezialisierte Barde wird in der Halbzeitpause der Partie singen.
Ursprünglich wollte Krause, der in der letzten Saison beim Heimspiel gegen Fortuna Köln Frohsinn verbreitete, schon zur Aufstiegsfeier der Zebras kommen. Da Krause verhindert war, schickte er nur seine Perücke nach Duisburg. Die trug dann MSV-Stürmer Kingsley Onuegbu – ein eingefleischter Schlagerfan – nach dem Sieg über Holstein Kiel.

Autor: Dirk Retzlaff

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