RWO-Trainer Andreas Zimmermann ist immer noch angefressen. „Ja,  die Niederlage in Erndtebrück habe ich noch nicht verdaut. Die wirkt immer noch.“

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Von allein läuft gar nichts

Peter Voss
08. April 2016, 08:07 Uhr
Foto: Micha Korb

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RWO-Trainer Andreas Zimmermann ist immer noch angefressen. „Ja, die Niederlage in Erndtebrück habe ich noch nicht verdaut. Die wirkt immer noch.“

Beim 0:3 gegen den Abstiegskandidaten hat ihn seine Mannschaft schwer enttäuscht. Aber Sportler schauen nach vorn: Freitag, 19.30 Uhr, kommt die SG Wattenscheid 09 ins Stadion Niederrhein. „Genau der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt. Eine starke Mannschaft und gegen die erwarte ich eine Reaktion.“

Wie dies personell vonstatten gehen soll, wollte sich der Trainer bis zur Einheit am Freitagmorgen offen halten. Zu sehr hatte ihn das Kollektiv im Wittgensteiner Land enttäuscht. „Bis auf Benjamin Weigelt, der hat bis zum Ende versucht, gegenzuhalten.“ Was der Kapitän in Eigenleistung bei sonstigen Ausfällen naturgemäß nicht schaffen konnte. „Da hat man leider gesehen, dass uns Führungsspieler fehlen.“ Einer (David Jansen) ist weg, ein anderer sitzt zumindest wieder auf der Bank. Robert Fleßers hat seine Erkältung überwunden. Für einen Startelf-Einsatz wäre es wegen fehlender Spielpraxis aber zu früh. Fehlen wird definitiv Robin Udegbe wegen seiner Rotsperre. Für ihn geht Thorben Krol ins Tor.

Gar nicht zufrieden war Zimmermann mit der Leistung seiner Spitzen in Erndtebrück. Raphael Steinmetz musste bereits zur Pause raus, Simon Engelmann wurde durch Boran Sezen (77.) ersetzt. Gerade von den Angreifern erwartet Zimmermann Signale. Dass sie es besser können, haben sie oft genug gezeigt. Aber Zimmermann hätte mehr wechseln können, als nur die drei Positionen (dazu noch Alex Scheelen, für den kam Patrick Bauder). Denn es war komplett der Wurm drin, Einsatz und Laufbereitschaft entsprachen nicht dem Anspruch, den eine Regionalliga-Mannschaft des oberen Drittels an sich haben sollte.

So lobt Zimmermann immerhin Felix Herzenbruch, der in Erndtebrück nicht zum Zug kam, dafür dann aber tags darauf in der U23 unbedingt spielen wollte – und das auch tat. Christoph Caspari hat auch wieder Ansprüche angemeldet, so dass noch längst nicht klar ist, ob der Trainer auf die zuletzt gezogene Variante Dominik Reinert und Tim Hermes setzt.

Relativ sicher fühlen darf sich Arnold Budimbu, der außen oder wahlweise auch auf der Sechs möglich ist. Gleiches gilt für Spitze Bertul Kocabas, der wahrlich nicht für die Ungereimtheiten hinter ihm verantwortlich zu machen ist. Zudem ist der Trainer aus langjähriger Kenntnis des Neuzugangs überzeugt von dessen Qualitäten.
Unangetastet dürfte auch die Innenverteidigung bleiben, in der Felix Haas und Benjamin Weigelt versuchen, auszubügeln, was zuletzt öfters nicht mehr auszubügeln war.

Zweckoptimismus liegt Zimmermann fern, dazu ist er im Kern von den Qualitäten seines Teams zu sehr angetan. Doch wenn Einsatz und Wille nicht stimmen, reicht das selbst gegen einen Abstiegskandidaten, geschweige denn gegen die Überraschungsmannschaft der Saison nicht.
Zur Sicherheit erinnert er aber doch noch einmal daran: „Aus dem Hinspiel ist noch was offen.“

Autor: Peter Voss

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