Vor 1362 Zuschauern in der Grotenburg hat der KFC Uerdingen eine überraschende Heimpleite gegen den 1. FC Bocholt kassiert.

KFC Uerdingen

Ärger nach Heimpleite gegen Bocholt

Nico Jung
03. April 2016, 19:18 Uhr
Foto: Tillmann

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Vor 1362 Zuschauern in der Grotenburg hat der KFC Uerdingen eine überraschende Heimpleite gegen den 1. FC Bocholt kassiert.

Nach der 1:2-Niederlage des KFC Uerdingen war die Stimmung am Spielfeldrand und im Kabinentrakt sehr hitzig. Das Spiel wurde über die gesamte Dauer hitzig geführt, in der Nachspielzeit ging es schließlich richtig rund. Zunächst sah der eingewechselte Uerdinger [person=5861]Armand Drevina[/person] nach einer Rudelbildung die Rote Karte. Dieser war zunächst kaum noch einzufangen und ging auf den Schiedsrichterassistenten los. Dabei musste er von Betreuern und Mitspieler zurückgehalten werden. Als er sich nach dem Spiel beruhigt hatte, bat er den Schiedsrichter um ein Gespräch, erhielt aber keine Antwort: "Keine Ahnung, was das los war. Wir sind aneinandergeraten, aber ich wüsste auch gerne, warum ich vom Platz geflogen bin." Auch sein Trainer Jörn Großkopf konnte sich die Szene nicht erklären: "Ich weiß nicht, was da passiert ist. Drevina war natürlich sehr aufgeregt. Da gab es das eine oder andere Handgemenge. Wieso allerdings gerade unser Spieler die Rote Karte kriegt, ist mir ein Rätsel."

Nach der Szene hatte das Spiel aber noch ein weiteres unschönes Highlight zu bieten: Antonio Munoz sah wegen einer klaren Tätlichkeit an seinem Gegenspieler ebenfalls Rot. Als die Mannschaften das Spielfeld verließen, gab es noch einige weitere unschöne Szenen: Aufgebrachte Spieler und Betreuer warfen sich gegenseitig Schimpfwörter an den Kopf, die weit unter der Gürtellinie anzusiedeln waren. Uerdingens Coach Großkopf war schockiert: "Bei allen Emotionen, die man an der Seitenlinie an den Tag legt: Der Mittelfinger und üble Beleidigungen, die an uns gerichtet wurden, gehören nicht auf den Fußballplatz."

Auch fußballerisch war das Spiel zu keinem Zeitpunkt langweilig. Uerdingen legte los wie die Feuerwehr und erzielte auch das 1:0 durch Mo Idrissou, der allerdings im Abseits stand und zurückgepfiffen wurde. Die Führung erzielten allerdings die Gäste durch Toptorjäger Philipp Goris. In der zweiten Hälfte konnte der KFC durch Kris Thackray nach einer Ecke ausgleichen, doch schon fünf Minuten später erzielte Goris die erneute Führung für seine Mannschaft. Dieses Gegentor passte Großkopf überhaupt nicht: "Wir kriegen ein absolut dämliches Gegentor. Das darf so nicht passieren bei der Qualität, die wir in der hintersten Reihe haben." Trotzdem machte er seiner Mannschaft ein Kompliment für die Leistung: "Ich kann ihr gerade in der zweiten Halbzeit keinen Vorwurf machen, weil sie alles versucht hat. Wir haben weiter reingebissen und alles versucht."

Weil der Wuppertaler SV im Parallelspiel den TV Jahn Hiesfeld geschlagen hat, beträgt der Rückstand der Uerdinger auf den Tabellenführer mittlerweile 13 Punkte. Mit Blick auf die Tabelle hat Großkopf eine klare Meinung: "Jeder, der Fußball kennt und auf die Tabelle blickt, der kann sich selbst einen Reim drauf machen. Das muss ich nicht weiter beantworten."

Autor: Nico Jung

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