Beim KFC Uerdingen brennt nach der 0:1-Pleite in Schonnebeck der Baum. Trainer Michael Boris droht die Entlassung. Zudem handelte sich der KFC-Coach Ärger mit

KFC Uerdingen

Ärger um lustlosen Idrissou-Auftritt

Krystian Wozniak, Martin Herms
28. Februar 2016, 21:51 Uhr
Foto: Tillmann

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Beim KFC Uerdingen brennt nach der 0:1-Pleite in Schonnebeck der Baum. Trainer Michael Boris droht die Entlassung. Zudem handelte sich der KFC-Coach Ärger mit "Mo" Idrissou ein.

Beim KFC Uerdingen hängt nach der Pleite in Schonnebeck der Haussegen schief. Präsident Lakis zählte im Anschluss seinen Trainer Michael Boris an und auch das Theater um Mohamadou Idrissou ist bei den Krefeldern um ein Kapitel reicher. Bei der Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel gegen Nettetal verzichtete Michael Boris wegen angeblicher muskulärer Probleme auf den 35-Jährigen, der seinerseits aber betonte, dass er topfit sei. Dennoch schmorte der Toptorjäger im Meisterschaftsspiel gegen den 1. FC Mönchengladbach 78 Minuten lang auf der Bank.

Auch in Schonnebeck rief Michael Boris seinen Schützling erst zehn Minuten vor Schluss, nachdem die Hausherren die Führung erzielt hatten, zu sich. Boris musste mehr als einmal auf sich aufmerksam machen, bis der Ex-Profi den Weg zur Auswechselbank auf sich nahm. Völlig lustlos und wie bei einer Auswechslung bei eigener Führung trabte der Kameruner heran und wurde von seinem Trainer folgerichtig aufgefordert, sich zu beeilen. Ziemlich angenervt lieferte er seinem Star-Stürmer die Erklärung für das Ausbleiben seiner Einsätze gleich lautstark hinterher: „Und genau deswegen spielst du nicht von Anfang an!“

Idrissou bezog auf Nachfrage von RevierSport zu den Vorwürfen eindeutig Stellung und wirft seinem Trainer mangelnden Respekt vor: "Ich habe alle Einheiten in der Woche vor dem Spiel mitgemacht. Einen Spieler, der in Schonnebeck in der Startelf stand, habe ich erst beim Abschlusstraining gesehen. Respekt gegenüber meiner Person sieht anders aus. Einer meiner Gegenspieler hat mir auf dem Platz gesagt, dass sie siegessicher waren, weil ich nicht von Anfang an gespielt habe. Ich habe während des Spiels gelacht, aber das mache ich von Natur aus und es macht mein Wesen aus. Der Ernst der Lage ist mir dennoch bewusst. Ich bin mir sicher, dass wir noch einen Lauf erwischen und die Kurve kriegen können."

Die Aufregung des Krefelder Trainers konnte Schonnebecks Kapitän und Idrissous Gegenspieler Matthias Bloch hingegen gut verstehen. Im Vorfeld hatte sich Bloch auf ein Duell mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi eingestellt und ein Foto von dessen angeblichen Nackt-Post bei Facebook an seinen Platz in der Kabine gehangen. "Das habe ich lediglich aus Motivations-Gründen gemacht", erklärt Bloch, der keinen guten Eindruck von seinem prominenten Gegenspieler hatte: „In den zehn Minuten auf dem Platz konnte man deutlich merken, dass er überhaupt keine Lust hatte.“

Autor: Krystian Wozniak, Martin Herms

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