Der VfL Bochum tritt tabellarisch auf der Stelle.

VfL Bochum

Verbeek sauer über Elfmetersituation

21. Februar 2016, 19:52 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Der VfL Bochum tritt tabellarisch auf der Stelle.

Wie schon beim 1:1 in Nürnberg, reichte es auch beim TSV 1860 München nur zu einem 1:1, womit die Aufholjagd des VfL einmal mehr gestoppt wurde.

Wen wundert es da, dass Kapitän Patrick Fabian nach dem Match enttäuscht resümierte: „Das gefühlt 50. 1:1 der letzten zwei Jahre hilft uns nicht weiter.

Umso ärgerlicher, weil der VfL gegen meist zahnlose Löwen zumindest in Halbzeit eins völlig umständlich agierte. Doch die Schlüsselszene des Spiels sorgte nicht nur nach dem Abpfiff, sondern wohl auch in den nächsten Tagen für Gesprächsstoff. Ausgangspunkt war der Elfmeterpfiff von Markus Schmidt nach einem Foul an Janik Haberer. Ausgerechnet der bis dato völlig enttäuschende Arvydas Novikovas schnappte sich den Ball, legte ihn selbstbewusst auf den Punkt und scheiterte an Torhüter Stefan Ortega.

Während sich Außenstehende nach dem Match fragten, warum ausgerechnet der Angreifer, der Sekunden vor seiner bereits signalisierten Auswechslung noch an den Punkt durfte, den Ball schnappte, gab es von Seiten der Spieler eine fast wundersame Erklärung. Terrazzino: „Er fühlte sich so sicher, da haben wir ihn gelassen.“ Dies wiederum brachte nach dem Match Gertjan Verbeek auf die Palme. „Unsere Elfmeterschützen sind klar bestimmt. Schütze eins ist Simon Terodde, Schütze zwei Felix Bastians.“ Da Letzterer verletzungsbedingt nicht mit in München war, war der Strafstoß Aufgabe Teroddes.

Doch der gestand nach dem Match verlegen ein: „Ich habe schon einen verschossen. Deshalb habe ich Arvydas den Ball überlassen.“ Und das brachte den Trainer in Rage, der später wetterte: „Das ist amateurhaft. Wir haben ja gesehen, was bei so etwas herauskommt.“

Dann fügte der Coach noch einen Seitenhieb hinzu: „Wer aufsteigen will, muss mehr Verantwortung übernehmen.“ Doch die vermisste er nicht nur bei Terodde. Verbeek: „Die erste Halbzeit war nicht gut. Wir waren wenig kreativ und wenn wir nach dem Spiel enttäuscht sind, dann sollten wir das nicht über das Ergebnis sein, sondern vielmehr über unsere Leistung.“

Dem VfL muss man zu Gute halten, dass die Ausfälle von Bastians und Timo Perthel sich negativ auf die Gesamtstabilität der Mannschaft auswirkten. Das ist keine Kritik an Georginio Wijnaldum und Malcolm Cacutalua, die allerdings noch nicht an die Klasse der beiden Etablierten heranreichen. Nimmt man dazu noch den Leistungsausfall von Novikovas, dann ist es verständlich, dass der VfL auch gegen fußballerisch limitierte Löwen selten überzeugen konnte. Somit ist wieder ein Spieltag vergangen, an dem es der VfL versäumt hat, die Lücke nach oben zu verkleinern.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren