Die SG Wattenscheid muss gegen Tabellenführer Borussia Mönchengladbach II eine bittere 1:2 (1:1)-Niederlage hinnehmen.

SG Wattenscheid

Unnötige Pleite gegen den Spitzenreiter

Tobias Hinne-Schneider
06. Februar 2016, 16:44 Uhr
Foto: Christian Deutzmann

Foto: Christian Deutzmann

Die SG Wattenscheid muss gegen Tabellenführer Borussia Mönchengladbach II eine bittere 1:2 (1:1)-Niederlage hinnehmen.

Güngör Kaya brachte die Hausherren nach einer Viertelstunde in Führung und das völlig zurecht, denn die Hausherren dominierten die ersten 45 Minuten. Doch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse, nach einem Zweikampf zwischen Mario Rodriguez und Jan-Steffen Meier sah der BMG-Angreifer zwar die Rote Karte, den Freistoß gab es allerdings ebenfalls für die Gäste. Marlon Ritter flankte und Tim Knipping köpfte den Ball zum Ausgleich ins Netz. In der zweiten Halbzeit dann ein ganz anderes Bild, trotz numerischer Überzahl schaffte es die Elf von SG-Trainer Farat Toku nicht, hochprozentige Chancen rauszuspielen. Stattdessen bestrafte erneut Innenverteidiger Knipping eine Unachtsamkeit der Wattenscheider Hintermannshaft und netzte in der Nachspielzeit zum 1:2-Endstand ein.

Ex-Profi Arie van Lent war glücklich über den Last-Minute-Erfolg in der Lohrheide, den er ab der 45. Minute von der Tribüne aus verfolgen musste: "Sehr, sehr aufregend war die Begegnung. Beide Mannschaften sind sehr spielstark, da kam so ein Platz nicht wirklich entgegen. Wir waren auch sehr sparsam mit unseren Kilometern, was ich meiner Mannschaft sicherlich ankreiden muss. Dann die Geschichte kurz vor der Pause - Gelb, Rot und dann musste ich auch selber noch auf die Tribüne. Am Ende war es ein wenig glücklich, aber vielleicht nicht ganz unverdient."

Farat Toku ärgerte sich über den schwachen Auftritt seiner Mannschaft nach Wiederanpfiff: "Wir haben taktisch eine sehr gute Halbzeit gespielt, hatten eine gute Ordnung und eine super Ausrichtung. Wir haben das Spiel auch in der ersten Halbzeit verloren, weil wir nicht konsequent genug auf das zweite Tor gespielt haben. Dann die kuriose Situation vor der Pause, wo der Linienrichter eigentlich schon für uns entschieden hatte, der Schiedsrichter aber anders entscheidet. In der zweiten Halbzeit wollten wir das Spiel schnell machen, haben den Ball aber immer viel zu lange gehalten und kamen nur ein oder zwei Mal wirklich in eine gute Position. Wir haben gegen den Spitzenreiter gespielt und auch eine gute Leistung abgeliefert, jetzt wollen wir natürlich hart weiterarbeiten und uns die Punkte gegen Wegberg-Beeck wiederholen."

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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