TuS 81

Björn Matzel lobt die tolle Moral

Achim Faust
18. Januar 2016, 16:11 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Aufsteiger TuS 81 hatte in der Hinrunde einige Knackpunkte zu überstehen, schlug sich aber prächtig. Der enge Kader könnte zum Problem werden.

An der Keplerstraße darf man eigentlich zufrieden zurückblicken: Der Landesliga-Aufsteiger schlug sich prächtig in seinem ersten Jahr, dabei hatte das Team so einige Knackpunkte zu überstehen.

Da war zum einen der kurzfristige Abschied von Aufstiegscoach Stefan Lorenz zu verkraften gewesen, den der Co-Trainer-Stuhl von Regionalligist RWE angezogen hatte. Verständlich, aber ein unglückliches Timing kurz vor Saisonbeginn. In Wilfried Tönneßen glaubte man bei „81“ den perfekten Nachfolger gefunden zu haben – nach elf Wochen trennten sich die Wege aber auch schon wieder: Die Euphorie rund um den Aufstieg, die mit einem starken 4:2 zum Start über den ESC Rellinghausen noch zusätzlich angefacht worden war – hatte sich dann doch ein bisschen zu schnell abgekühlt: Dem Auftaktsieg waren nur zwei Punkte in sieben Spielen gefolgt.

Co-Trainer Björn Matzel übernahm das Zepter, versuchte sich am Drahtseilakt zwischen „Kumpeltyp“ (er selbst war als Spieler in der vergangenen Saison mit „81“ aufgestiegen!) und Autoritätsperson. Mit Erfolg! In den zehn Spielen bis zur Winterpause kassierten die Westler nur noch zwei Niederlagen – auch wenn diese mit dem 2:7 in Niederwenigern und dem 2:6 gegen den Rather SV durchaus heftig ausfielen „Wir haben sicher das eine oder andere Unentschieden zu viel dabei gehabt, aber wir konnten uns, von Ausnahmen abgesehen, vor allem defensiv stabilisieren.“ Der Lohn: Mit Platz 13 stehen die Westler erst einmal auf einem Nichtabstiegsplatz.

Umso verwunderlicher, dass der Klub mit Problemen zu kämpfen hat: Nur 14 Feldspieler stehen Björn Matzel derzeit zur Verfügung – inklusive Neuzugang [person=14649]Sükrü Bayar[/person]. Nach den bereits feststehenden Abgängen von [person=4193]Walid El Said[/person] (Blau-Gelb Überruhr), [person=12994]Volkan Yerek[/person] (Blau-Weiß Mintard), [person=12996]Marc Brose[/person], [person=5776]Jonas Kaltenmaier[/person] (beide Fußballpause) und [person=7138]Marco Niggemeier[/person] (TuS 84/10) wollen nun auch Stürmer [person=6681]Marius Topolko[/person] und Mittelfeldspieler [person=11609]Ali El Hamad [/person]weg und ebenfalls bei 84/10 in Bergeborbeck anheuern. Beide haben sich an der Keplerstraße abgemeldet und stehen Matzel nicht mehr zur Verfügung. Keine einfache Situation für den jungen Trainer, „zumal es schwierig ist, in der Winterpause Spieler zu finden, die einem wirklich weiterhelfen können“.

Auf der anderen Seite dürfte der kleine Kader nun noch enger zusammenrücken, das kann Kräfte freisetzen. Björn Matzel: „Wir haben eine tolle Truppe zusammen, die wir vielleicht noch verstärken können. Wir müssen ein bisschen Glück haben, dass sich niemand schwer verletzt, dann können wir den Klassenerhalt packen, und das wollen wir unbedingt.“ Bei „81“ blickt man zufrieden zurück – und optimistisch in die Zukunft.

Autor: Achim Faust

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