In Vorbereitungsspielen verliert man als Zuschauer in der zweiten Halbzeit oft ein wenig den Überblick.

Sprockhövel

Der TSG gehen die Spieler aus

17. Januar 2016, 18:32 Uhr
Foto: Nils Heimann

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In Vorbereitungsspielen verliert man als Zuschauer in der zweiten Halbzeit oft ein wenig den Überblick.

Halt deshalb, weil die Trainer in der Pause fleißig durchwechseln. Nicht selten steht zu Beginn des zweiten Durchgangs eine fast komplett neu formierte Mannaschaft auf dem Platz. Bei der TSG Sprockhövel war das diesmal aber ein bisschen anders. Trainer Andrius Balaika schickte drei neue Akteure in die Partie. Mehr standen ihm nicht zur Verfügung.

Die letzte Woche lief bei der TSG nämlich nicht nach Wunsch. Nur 13 Spieler waren im Training. „Das ist natürlich nicht optimal“, sagte Andrius Balaika, der zahlreiche Ausfälle zu verzeichnen hat. Wie schon im Spiel gegen die eigene A-Jugend, fehlte auch diesmal Max Claus. Der Torjäger klagt, ebenso wie Außenverteidiger Felix Gremme über Achillessehnenbeschwerden. Eugene Ofosuh-Ayeh zwickt zurzeit das Knie, während Niklas Orlowski wegen einer alten Fußverletzung nicht spielen kann. Der Mittelfeldspieler wird mindestens noch zwei bis drei Wochen fehlen. Auch Rechtsverteidiger Tim Oberdorf konnte diesmal wegen einer Verletzung am Sprunggelenk nur zuschauen.

Die Personalsituation ist zurzeit also alles andere als optimal, zudem traf die TSG auf einen Gegner, der in der kommenden Saison wohl auch ein Oberligist sein wird. Denn der SC Hassel führt die Westfalenliga 1 mit riesigem Vorsprung an. Aus 16 Spielen holte Hassel 42 Punkte. Zum Vergleich: Für die TSG Sprockhövel, die in der Oberliga ja auch ein souveräner Tabellenführer ist, gab es aus 17 Spielen 35 Punkte.

Der SC Hassel kam mit zwei ehemaligen TSG-Spielern in den Baumhof. Aldin Hodzic war in der vergangenen Saison für die TSG aktiv, während Dawid Ginczek in der Zeit von 2008 bis 2011 in 85 Spielen 31 Tore für die Sprockhöveler erzielte. Ginczek traf übrigens auch am Sonntag.

Die Tore der Gelsenkirchener hatten Andrius Balaika aber überhaupt nicht gefallen. „Wir sind ausgekontert worden, das darf nicht passieren“, sagte der TSG-Trainer, der von einem flotten Spiel sprach, dem es aber lieb gewesen wäre, wenn sich seine Mannschaft „mehr gegen die Niederlage gestemmt“ hätte.

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