Wäre vor einem knappen Monat nach dem 2:1-Derbysieg gegen Rot-Weiss Essen schon Winterpause gewesen, bei RW Oberhausen hätte es wohl nur zufriedene Gesichter gegeben.

RWO

"Wir sind weiter im Aufstiegsrennen"

Hendrik Niebuhr
12. Dezember 2015, 19:58 Uhr
Foto: Michael Ketzer

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Wäre vor einem knappen Monat nach dem 2:1-Derbysieg gegen Rot-Weiss Essen schon Winterpause gewesen, bei RW Oberhausen hätte es wohl nur zufriedene Gesichter gegeben.

Drei Spiele und nur einen Punkt später stellt sich die Situation jedoch anders dar.

0:1-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf II, ein 1:1 gegen den SC Verl und nun am Samstag die deftige und verdiente 0:3-Pleite im so wichtigen Spiel gegen Viktoria Köln – die Mannschaft von Andreas Zimmermann hat sich selbst um eine hervorragende Ausgangslage zum Start in das neue Jahr gebracht.

„Wir sind enttäuscht und haben uns das anders vorgestellt“, fand Oberhausens Trainer nur schwer Worte für die schwache Darbietung. Gewiss war es beileibe nicht so, dass die Viktoria ein Offensivfeuerwerk abbrannte, doch wenn die Gäste den Weg nach vorne suchten, sah das zumeist durchdachter und konsequenter aus. Im Aufbauspiel der Oberhausener haperte es dagegen beträchtlich, zumal es der neuformierten Doppelsechs um Alexander Scheelen und Kevin Krystofiak nicht gelang, das Zentrum dauerhaft dicht zu halten. Wenn David Jansen, Simon Engelmann oder Raphael Steinmetz im zweiten Abschnitt dann mal zum Abschluss kamen, waren die Schussversuche zumeist zu harmlos. Leichtsinnige individuelle Abwehrfehler sowie der dicke Bock von Keeper Robin Udegbe beim 0:2 sorgten schließlich dafür, dass Köln einen ungefährdeten Sieg einfahren konnte.

„Sich zu Hause so in die Winterpause zu verabschieden, das ist schon nicht schön. Heute hat wieder nichts geklappt“, zeigte sich Scheelen nach dem Spiel selbstkritisch, blickte jedoch im gleichen Atemzug auch schon wieder nach vorne: „Natürlich haben wir jetzt den Anschluss nach oben wieder so ein bisschen verloren, doch wir stecken den Kopf jetzt nicht in den Sand. Wir greifen jetzt nochmal in der Rückrunde voll an, zum ersten Spiel in Lotte werden wir topfit und hochmotiviert hinfahren.“

In eine ähnliche Kerbe schlug letztlich auch Oberhausens Trainer, der sich das bislang Erreichte in der ersten Jahreshälfte zu Recht nicht madig machen wollte: „Wir haben leidenschaftlich dagegen gehalten, weshalb ich der Mannschaft keinen Vorwurf mache.“ Stattdessen erinnerte Zimmermann an die 1:4-Pleite gegen Alemannia Aachen am vierten Spieltag: „Damals dachte jeder, Aachen wäre aufgestiegen und wir würden im Keller spielen. Wir sind nach wie vor im Aufstiegsrennen. 32 Punkte und der fünfte Platz sind ok, denn in der Liga kann jeder jeden schlagen. Wir werden uns jetzt schütteln und ab dem 3. Januar hochkonzentriert weitermachen.“

Autor: Hendrik Niebuhr

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