Schon in der zweiten Spielminute mussten sie beim Fußball-Landesligisten Viktoria Resse tief durchatmen.

Viktoria Resse

Sieben Spiele in Serie ungeschlagen

RB
30. November 2015, 10:54 Uhr
Foto: Heinrich Jung

Foto: Heinrich Jung

Schon in der zweiten Spielminute mussten sie beim Fußball-Landesligisten Viktoria Resse tief durchatmen.

Torhüter Michael Gurzan konnte zwar gegen einen Angreifer vom SC Münster klären, doch er bekam dabei den Ball mitten ins Gesicht. Anschließend konnte der Keeper auf einem Auge nichts mehr sehen, und in der 18. Minute kam Kingsly Moses für Gurzan ins Tor. Aber: Ende gut, alles gut. Moses hielt seinen Kasten sauber, und auch beim verletzten Gurzan gab es rasch Entwarnung. Er konnte sich das 0:0 der besseren Sorte von der Bank aus schon wieder bis zum Ende ansehen.
Allerdings waren die Bedingungen auf dem nassen, seifigen Rasenplatz bei den November-Windböen alles andere als einfach. „Schwierig, dabei das Spiel zu machen“, meinte Resses Trainer Frank Conradi. „Das Unentschieden war am Ende in Ordnung, es hätte allerdings auch 3:3 oder 4:4 ausgehen können.“

Für den Trainer dabei wichtig: Die Gastgeber haben ihre Serie von Spielen ohne Niederlage auf sieben ausgebaut. Eine Serie, die Selbstvertrauen im Kampf gegen den Abstieg geben soll, denn Conradi warnt immer wieder: „In der Tabelle geht es richtig eng zu.“

Seine beiden Stürmer Dominik Hanemann und Mike Neumann hatte Conradi dabei erst auf der Bank gelassen und sie erst in der zweiten Hälfte eingewechselt. Der Coach war bei Hanemann mit den Leistungen im Training nicht zufrieden. Auch Neumann hatte zuletzt nicht voll trainieren können. Doch der Mann, der mit bislang vier Treffern erfolgreichster Torjäger der Viktoria ist, hat einen Grund: Als junger Vater hat er viele andere Aufgaben zu erledigen.

Als Hanemann und Neumann dann im Spiel waren, hätte sich die Viktoria eigentlich in der Schlussminute noch den Sieg sichern können. „In dieser Situation habe ich mich sehr geärgert“, so der Coach. Was war passiert?

Hanemann stürmte in der letzten Minute in den Strafraum der Gäste. Nur: Sein Gegenspieler zog und zog und zog am Trikot, bis Hanemann aus dem Rhythmus kam und stürzte. „Ich dachte, das Trikot muss doch mal irgendwann reißen“, sagt Conradi. „Im Stadion hat das jeder gesehen.“ Nur der Schiedsrichter möglicherweise nicht, jedenfalls gab es keinen Elfmeter, und damit war das gerechte 0:0 schließlich besiegelt.

Autor: RB

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