Auch in den kommenden beiden Heimspielen von Preußen Münster bleiben große Teile der Stehplatzbereiche des Preußenstadions geschlossen.

Pr. Münster

Teil-Ausschluss auch gegen Wehen und Aue

RS
13. November 2015, 15:27 Uhr
Foto: firo

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Auch in den kommenden beiden Heimspielen von Preußen Münster bleiben große Teile der Stehplatzbereiche des Preußenstadions geschlossen.

Die Partien gegen den SV Wehen Wiesbaden am 21. November sowie gegen den FC Erzgebirge Aue am 5. Dezember müssen unter dem teilweisen Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Das entsprechende Urteil fällte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag und setzte damit einhergehend die Bewährungsstrafe, die dem Verein bereits im April auferlegt wurde, außer Kraft. Der DFB ahndet auf diese Weise das „fortgesetzte unsportliche Verhalten“ einiger Preußen-Anhänger im letzten Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock, als in den Heimblöcken M und N massiv pyrotechnische Gegenstände gezündet wurden, sowie mehrere Vorkommnisse in den Heimspielen gegen Dynamo Dresden und den VfL Osnabrück zu Beginn dieses Jahres.

Im Einzelnen bedeutet das: Die Strafe, die im April zunächst mit einer achtmonatigen Bewährung ausgesprochen wurde, wird zum Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden durchgesetzt. Die Blöcke K, M und N müssen geschlossen bleiben, da es im Februar in den Partien gegen Dresden und Osnabrück im Block K zu schwerwiegenden Provokationen und Auseinandersetzungen sowie in den Blöcken M und N zum Einsatz von Pyrotechnik gekommen war. Eine Geldstrafe in Höhe von 14.000 Euro musste der SC Preußen bereits im April an den DFB überweisen. Die Blocksperre in der Begegnung gegen den FC Erzgebirge Aue bezieht sich hingegen ausschließlich auf die Blöcke M und N in der Ostkruve und ahndet so die Vorkommnisse im Rostock-Spiel, als der Schiedsrichter-Assistent mit einem Bierbecher beworfen wurde und die Partie wegen der Zwischenfälle in Verbindung mit Pyrotechnik zwischenzeitlich vom Schiedsrichter sogar unterbrochen werden musste.

Auf Grund der intensiven Bemühungen und Gespräche von Seiten des SC Preußen zur Aufarbeitung der Vorfälle konnte zumindest eine empfindliche Geldstrafe abgewendet werden. Der DFB würdigt die großen Anstrengungen, die der Verein in der Vergangenheit unternommen hat, um für alle Besucher des Preußenstadions ein sicheres Fußballspiel zu organisieren. „Zu Gunsten des SC Preußen Münster berücksichtigt der DFB-Kontrollausschuss hingegen, dass der Verein umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen, sich auch in der Öffentlichkeit deutlich von den Vorfällen distanziert und auf sie mit mehreren eigenen Maßnahmen […] reagiert hat. Ebenfalls wird ganz erheblich zu Gunsten des Vereins berücksichtigt, dass bereits zehn Tatverdächtige ermittelt werden konnten und zum Teil mit Stadionverboten belegt wurden“, begründet der Verband das Strafmaß, das auf eine zusätzliche Geldstrafe verzichtet. Im summarischen Verfahren sei als Sanktion allein ein teilweiser Ausschluss der Zuschauer vertretbar.

Anhänger, die bereits eine Tages- oder eine Dauerkarte für die betreffenden Stadionbereiche erworben haben, müssen diese gegen ein Tagesticket für den Block L eintauschen. Das ist ab sofort im Fan- und Ticketshop am Fiffi-Gerritzen-Weg 1 oder am Spieltag an einer eigens dafür eingerichteten Tageskasse gegen Vorlage der entsprechenden Karte und des Personalausweises möglich. Nach Abzug aller bereits verkauften Tages- und Saisontickets stehen für die Begegnung gegen Wiesbaden noch etwa 1800 Stehplatz- und 200 Sitzplatzkarten zum Verkauf.

Autor: RS

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