Runderneuert und verjüngt gehen die DEG Metro Stars in die neue Spielzeit. Am 17. und 18. August starten die Landeshauptstädter mit einer zweitägigen Saisoneröffnung, deren Höhepunkt das erste Testspiel am Samstag um 18 Uhr im ISS Dome gegen den ERC Wolfsburg ist, bevor ab 20.30 Uhr die After-Game-Party steigt.

DEG Metro Stars: Nethery bleibt die Konstante

Viele neue Gesichter und große Erwartungen

Georg Amend
27. Juli 2007, 11:46 Uhr

Runderneuert und verjüngt gehen die DEG Metro Stars in die neue Spielzeit. Am 17. und 18. August starten die Landeshauptstädter mit einer zweitägigen Saisoneröffnung, deren Höhepunkt das erste Testspiel am Samstag um 18 Uhr im ISS Dome gegen den ERC Wolfsburg ist, bevor ab 20.30 Uhr die After-Game-Party steigt.

In den letzten Wochen machte das, was oft als Sommertheater tituliert wird, auch vor den Rot-Gelben nicht halt. Fast wie im “Kommödchen” in der Altstadt wagten sich die Protagonisten lange Zeit nicht hinter dem Vorhang hervor; die einzige Konstante blieb Manager Lance Nethery, dem quasi als Theaterdirektor die Besetzung der wichtigen Positionen oblag.

Der damalige Trainer Don Jackson verstrickte sich und die DEG in eine Hängepartie, wusste nicht, ob er bleiben oder zu seiner Familie in die USA gehen sollte. Er avancierte fast schon zum tragischen Helden, der letztendlich das Angebot aus Berlin annahm und nun in der neuen Saison mit den Eisbären wieder auf die Metro Stars trifft. Zeitgleich war aber auch Netherys “Casting” eines neuen Coaches erfolgreich. Der Sportliche Leiterpräsentierte mit Slawomir Lener einen Nachfolger, den selbst Insider nicht auf der Rechnung hatten. nDer 52-Jährige führte das Team seines Heimatlandes Tschechien zu den Goldmedaillen bei der WM 1996 und Olympia 1998; hervorragende Referenzen, die am Rhein hohe Erwartungen wecken. Das neue Trainergespann komplettiert Mike Schmidt, der in den 90er Jahren gleich vier Meisterschaften mit der DEG feiern konnte.
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/712-1734_preview.jpeg Robert Kantor soll mithelfen, die Lücke zu schließen, die Alexander Sulzer (Bild) hinterließ. (RS-Foto: firo)[/imgbox]
An diese möchten die Metro Stars nun wieder anknüpfen, haben dafür etliche Leistungsträger wie Tore Vikingstad, Daniel Kreutzer, Rob Collins oder Jamie Storr gehalten. Manager Nethery hat aber auch Wert darauf gelegt, den Kader mit vielen jungen, hungrigen Spielern wie Fabio Carciola, Martin Hinterstocker oder André Schietzold aufzufüllen. Hinzu kommt vom REV Bremerhaven das Traum-Duo Peter Boon und Jason Pinizzotto. Letzterer war in der abgelaufenen Spielzeit einer der Topscorer der Zweiten Bundesliga. Mit Brandon Reid von den nManitoba Moose fand Nethery zudem einen starken Center für die Offensive. Defensiv schlug der Manager auch zweimal in Nordamerika zu: Andy Hedlund und Peter Ratchuk wechselten an den Rhein und sollen den Weggang von Alexander Sulzer kompensieren, der in die amerikanische Profiliga NHL zu den Nashville Predators ging. Dort unterschrieb nun mit Robert Dietrich ein weiterer Düsseldorfer Nationalverteidiger einen Vorvertrag.

Doch auch hier hat Nethery in den vergangenen Tagen vorgesorgt und die erste Verpflichtung getätigt, die eindeutig die Handschrift des neuen Trainers trägt: Robert Kantor, der unter Slawomir Lener über 30 Spiele für die tschechische Nationalelf absolvierte. Der 30-Jährige lässt vor allem Teamleiter Walter Köberle schwärmen: “Wir haben uns in der Hintermannschaft hervorragend verstärkt und zudem mit Jamie Storr einen absoluten Top-Spieler im Tor. Fabio Carciola hat mit Robert Kantor schon bei Mannheim zusammen trainiert und mir bestätigt: Der Junge hat einen Riesenschuss.” Gerade an der Blauen Linie haperte es bei den Metro Stars in der vergangenen Saison und von dort soll Kantor nun für Gefahr sorgen. Doch Köberle sieht auch in der Offensive eine Verbessrung: “Wenn Tore Vikingstad wieder voll dabei ist, wird es für Klaus Kathan und Daniel Kreutzer auch wieder einfacher, wenn diese Reihe wieder komplett ist.” Vor dem Ausfall von Vikingstad in der heißen Phase der abgelaufenen Spielzeit, war der sogenannte “KVK-Sturm” das Prunkstück. Köberle ist begeistert: “Ich schwärme von dieser Mannschaft und ich träume in diesem Jahr vom Titel.” Da geht es ihm wie vielen Fans und den Verantwortlichen der DEG und das bedeutet vom ersten Tag an Schwerstarbeit für Slawomir Lener, der das runderneuerte Team zu einer Einheit formen muss.

Autor: Georg Amend

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