Im Grotenburg-Stadion in Krefeld lieferten sich der KFC Uerdingen und die Ratinger Germania vor 1102 Zuschauern ein packendes Duell. Mit einem glücklichen Sieger.

Gegen Ratingen

Achenbach schießt KFC zum Last-Minute-Sieg

Christian Lock
25. Oktober 2015, 19:58 Uhr

Im Grotenburg-Stadion in Krefeld lieferten sich der KFC Uerdingen und die Ratinger Germania vor 1102 Zuschauern ein packendes Duell. Mit einem glücklichen Sieger.

Am Sonntag stand der KFC Uerdingen gegen den Tabellenelften aus Ratingen infolge der 0:2-Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen TuRU Düsseldorf gehörig unter Druck. Um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren, musste gegen die Ratinger unbedingt ein Dreier her. Dieser Druck war den Krefeldern auch deutlich anzumerken, als nach einer souveränen ersten Halbzeit, der folgerichtigen 1:0-Halbzeitführung und einer Drangphase des KFC in der zweiten, das 2:0 partout nicht fallen wollte. Erst in sprichwörtlich letzter Minute erlöste KFC-Kapitän [person=2658]Timo Achenbach[/person] seine Teamkollegen, als er in der 89. Spielminute den Ball im Netz versenkte.

KFC-Coach Michael Boris bemängelte die auffällige Verschwendung der in Hülle und Fülle vorhandenen Standardsituationen seiner Mannschaft: „Es ist nicht so, dass wir keine Standards trainieren, im Gegenteil, aber das Ding will einfach nicht rein.“ So verpasste es der KFC, ein ums andere Mal, gerade auch mithilfe von Standards, den Sack zuzumachen. Den Krefeldern konnte nun wirklich nicht der Wille abgesprochen werden, mit einem 2:0 die Partie für sich zu entscheiden. In einer Drangphase Mitte der zweiten Halbzeit versuchten sie das Tor geradezu zu erzwingen. „Der Ball geht aber nicht über die Linie und dann fängt natürlich der Kopf an zu arbeiten“, lautet der Erklärungsversuch von Michael Boris, ganz besonders weil seine Mannschaft sich durchaus darüber im Klaren gewesen sei, worum es ginge. „Dann ziehe ich aber auch den Hut davor, dass Acki trotzdem noch das 2:1 macht“, kommentiert er das Happy-End der Krefelder Nervenschlacht. Denn nach dem 1:1-Ausgleichstreffer, als das Spiel auf des Messers Schneide stand, kam seine Truppe zurück, bewies Moral und entschied das Match Sekunden vor dem Abpfiff für sich.

Trauer dagegen auf der anderen Seite: Ratingen-Coach Radojewski war natürlich geknickt, ob der zum Schluss unglücklichen Niederlage: „Wir schlagen uns regelmäßig selbst. Ich bin extrem enttäuscht.“

Autor: Christian Lock

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