Wer ist der beste Torwart Europas? Geht man nur nach den Gegentoren, spielt der Ex-Lippstädter Björn Bussmann bei der Frage eine gewichtige Rolle.

Spanien

Ex-Lippstadt-Keeper überragt in Spanien

Marius Soyke
23. Oktober 2015, 16:18 Uhr
Foto: Ketzer

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Wer ist der beste Torwart Europas? Geht man nur nach den Gegentoren, spielt der Ex-Lippstädter Björn Bussmann bei der Frage eine gewichtige Rolle.

Ganz Spanien verneigt sich vor Real Madrids Torwart Keylor Navas. Der Costa Ricaner hat in dieser Saison in elf Pflichtspielen erst zweimal hinter sich greifen müssen. Zum Vergleich: Manuel Neuer kassierte schon sieben Gegentreffer mit dem FC Bayern.

Allerdings gibt es einen anderen Deutschen, der Navas' Top-Marke mit gerade mal einem Gegentor (in acht Partien) sogar noch unterbieten kann: Björn Bussmann, geboren in Bergisch Gladbach und von Januar bis Juni 2014 16-mal für den SV Lippstadt 08 in der Regionalliga West zwischen den Pfosten.

Bussmann, der damals vom VfL Osnabrück nach Lippstadt verliehen war, spielt mittlerweile seit über einem Jahr für den spanischen Viertligisten Caudal Deportivo, beheimatet in der asturischen Stadt Mieres. Zuvor hatte der 24-Jährige ein Probetraining bei Sporting Gijón absolviert.

Dass Bussmann bislang erst einmal bezwungen wurde, liegt nach eigenen Angaben aber auch an der Stärke seiner Vorderleute. „Ich habe wenig zu tun. Allerdings muss ich so die Konzentration über 90 Minuten hochhalten. Wenn man mehr auf den Kasten bekommt, ist man automatisch mehr Teil des Spiels“, sagte er im Interview mit der spanischen Nachrichtenagentur EFE.

Caudal ist für Bussmann unterdessen schon die fünfte Station seiner jungen Karriere. In der Jugend spielte er schon für den 1. FC Köln und die Blackburn Rovers, gelangte dann über die Zweitvertretung 1860 Münchens und Jahn Regensburg nach Osnabrück und schließlich nach Lippstadt, wo er den Abstieg in die Oberliga aber nicht verhindern konnte.

Nicht immer klappte es für Bussmann bislang. In Spanien scheint er nun aber einen Klub gefunden zu haben, bei dem es rund läuft – und das nicht zuletzt wegen der guten Statistik.

Autor: Marius Soyke

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