Rot-Weiß Oberhausen hat in diesem Sommer ein gutes Händchen  bei seinen Transfers bewiesen. Eine der positiven Überraschungen ist Sinan Kurt.

Oberhausens Sinan Kurt

Führungsspieler statt Lückenfüller

Martin Herms
20. Oktober 2015, 09:07 Uhr
Foto: Ketzer

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Rot-Weiß Oberhausen hat in diesem Sommer ein gutes Händchen bei seinen Transfers bewiesen. Eine der positiven Überraschungen ist Sinan Kurt.

Der 20-jährige Mittelfeldspieler, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Talent des FC Bayern München, wurde von den Kleeblättern als Reaktion auf den langfristigen Ausfall von [person=5109]Robert Fleßers[/person] verpflichtet. Nach der Auflösung der U23 des VfL Bochum war Kurt Mitte Juli noch auf Vereinssuche und überzeugte die RWO-Verantwortlichen im Probetraining. Schon nach wenigen Spielen stellte sich heraus, dass der junge Türke mehr als eine reine Kaderauffüllung ist. Kurt kam in jedem Meisterschaftsspiel zum Einsatz und steht seit dem vierten Spieltag regelmäßig in der Startelf. "Die Verpflichtung von Sinan war ein voller Erfolg. Er leistet bei uns hervorragende Arbeit und hat sich die Einsatzzeiten absolut verdient", lobt Trainer Andreas Zimmermann.

Wie wertvoll der ehemalige Jugendspieler des VfB Hüls schon ist, bewies der jüngste 3:1-Erfolg am Samstag gegen den TuS Erndtebrück. Ohne die etablierten Mittelfeldspieler Robert Fleßers, Alexander Scheelen und Patrick Bauder übernahm Kurt im Zentrum die Chefrolle und hatte zudem die Aufgabe, den 19-jährigen Debütanten [person=28993]Ferdi Acar[/person] zu führen. Das junge Mittelfeld-Duo zahlte das Vertrauen zurück. "Der Trainer hat mich damit beauftragt, die Rolle von Alexander Scheelen als Abräumer vor der Abwehr zu übernehmen. Ferdi Acar sollte den offensiven Part übernehmen. Das funktionierte schon im Training gut und ich denke, dass wir auch im Spiel harmoniert haben. Ferdi hat stark gespielt", gibt Kurt die Lorbeeren an den noch jüngeren Kollegen weiter.

Der Trainer hat mir die Chance gegeben und ich denke, dass ich es bisher ganz gut gemacht habe
Sinan Kurt

In Oberhausen hat der Mittelfeldspieler den nächsten Schritt auf seiner Karriereleiter gemacht. Schon in der vergangenen Saison war er mit neun Toren einer der wenigen Lichtblicke in der Reserve des VfL. Nun überzeugt Kurt in der Regionalliga auch bei einem potentiellen Aufstiegskandidaten. Ein Grund dafür ist seine Vielseitigkeit. Für seinen neuen Verein kam er bereits auf dem linken Flügel, im offensiven Mittelfeld oder wie gegen Erndtebrück als Sechser zum Einsatz. Als Lohn für seine konstant guten Leistungen ließ der Stammplatz nicht lange auf sich warten. "Es läuft hier so, wie ich es mir vorgestellt habe", unterstreicht Kurt. "Ich bin nach Oberhausen gekommen, um regelmäßig zu spielen - egal, auf welcher Position. Der Trainer hat mir die Chance gegeben und ich denke, dass ich es bisher ganz gut gemacht habe. Wenn wir als Mannschaft erfolgreich bleiben, bin ich wunschlos glücklich."

Autor: Martin Herms

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