Nach zwei Abstiegen in Folge ist der TuS Heven auch in der Landesliga am Tabellenende angekommen und will am Dienstag

TuS Heven

1:7 gegen Günnigfeld - Krise immer größer

Hendrik Niebuhr
12. Oktober 2015, 14:34 Uhr
Foto: Makielka

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Nach zwei Abstiegen in Folge ist der TuS Heven auch in der Landesliga am Tabellenende angekommen und will am Dienstag "alles auf den Prüfstand stellen".

Es war ein schockierender Auftritt, den die Mannschaft von Jürgen Litzmanski, der das Team erst im Sommer übernahm, am Sonntag gegen den VfB Günnigfeld zeigte. Mit 1:7 gingen die Wittener gegen eine Mannschaft unter, die gewiss nicht zu den Top-Teams der Liga gehört. Dabei konnte sich der TuS auch noch bei Torhüter [person=11816]Kevin Wirges[/person] bedanken, der mit mehreren starken Paraden dafür sorgte, dass eine zweistellige Pleite verhindert wurde.

"Das war besorgniserregend. Wir sind im Moment in einem Riesen-Loch", zeigte sich Abteilungsleiter Peter Kluth auch mit einem Tag Abstand fassungslos. Nach dem 1:4 in der 66. Minute ergaben sich die Hevener kampflos ihrem Schicksal und ließen dem Gegner leichtes Spiel. Bereits in der Vorwoche setzte es beim Lüner SV eine 0:6-Pleite, angesichts der Qualität des LSV war das allerdings noch irgendwo erklärbar.

Doch nach der Pleite gegen Günnigfeld und jetzt 18 Gegentoren aus den letzten drei Partien, kündigte Kluth an, dass sich die komplette Sportliche Leitung, darunter auch der Trainer, am Dienstagabend zusammensetzen und die Situation gemeinsam erörtern werden. "Es wird alles auf den Prüfstand gestellt", betont Kluth, der Litzmanski weder eine Jobgarantie noch ein Ultimatum ausstellen wollte.

Woher kommt jedoch dieser dramatische Einbruch des ehemaligen Oberligisten? Kluth weist zwar darauf hin, dass es aufgrund der Umstrukturierung und Etatkürzung im Verein klar war, dass die Qualität zum Teil fehlt und nicht für oben reicht. Viel schwerer wiegt jedoch, dass der Sportliche Leiter bei einigen Spielern ein Einstellungsproblem ausgemacht hat. "Das hat mich sehr erschrocken", gibt Kluth zu. Hinzu kommt eine oftmals mangelnde Trainingsbeteiligung.

Welches Ergebnis auch immer die Krisensitzung am Dienstagabend bringt - klar ist, dass die Hevener schon am kommenden Sonntag beim SV Wanne 11 gehörig unter Zugzwang stehen. Denn beim Tabellen-14., der zwei Punkte mehr als der TuS auf dem Konto hat, wäre eigentlich schon ein Punkt zu wenig. "Das ist ein richtig wegweisendes Spiel, das wir nicht verlieren dürfen", gibt Kluth die Marschroute klar vor.

Autor: Hendrik Niebuhr

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