Aufgrund ausgelassener Torchancen in der zweiten Hälfte hat es der TSV Marl-Hüls verpasst, den dritten Sieg in Serie einzufahren und musste sich am Ende mit einem Punkt zufrieden geben.

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Spätes Glück für Ennepetal

Maximilian Villis
11. Oktober 2015, 18:57 Uhr
Foto: Elmar Redemann

Foto: Elmar Redemann

Aufgrund ausgelassener Torchancen in der zweiten Hälfte hat es der TSV Marl-Hüls verpasst, den dritten Sieg in Serie einzufahren und musste sich am Ende mit einem Punkt zufrieden geben.

Es lief die 81. Spielminute und sowohl die Akteure als auch die Zuschauer des TSV rechneten schon mit weiteren drei Punkten. Doch dann stach Ennepetals Joker Marco Schröter das erste Mal zu. Doch damit nicht genug. Nur zwei Minuten später war Schröter wieder zur Stelle und stellte den 2:2-Endstand her. „Ich will meiner Mannschaft keine Schuld zuweisen. Wir haben bis zur 80. Minute das Spiel bestimmt und hätten 4:0 oder gar 5:0 führen müssen. Dafür muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen“, lautete das erste Fazit von TSV-Trainer Michael Schrank. Tatsächlich waren die Marler das spielbestimmende Team und gingen bereits in der siebten Minute durch David Sdzuy in Führung. Michael Smykacz erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0 (42.).

Den Vorwurf der mangelhaften Chancenverwertung müssen sich die Marler an diesem Tag aber ankreiden lassen. Den Ennepetalern fiel über fast die gesamte zweite Spielhälfte nichts ein, um auch nur in die Nähe des Anschlusstreffers zu kommen. Stattdessen erarbeitete sich der TSV Chance um Chance, doch vor allem Sebastian Westerhoff vergab oftmals aus aussichtsreicher Position. So scheiterte der Marler Kapitän gleich zwei Mal am stark parierenden TuS-Keeper Marvin Weusthoff (75. und 79.). Zu diesem Zeitpunkt hätte das Spiel schon zugunsten des TSV entschieden sein müssen.

Somit war Schrank nach Abpfiff trotz des Lobes an sein Team gleichzeitig sehr enttäuscht: „Was Ennepetal gespielt hat, war einschläfernd. Ich glaube, sie wissen selber nicht, warum sie hier noch einen Punkt mitnehmen“, konnte sich Schrank einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. Jedoch weiß er auch, was seine eigene Mannschaft in Zukunft verbessern muss: „Wir müssen einfach über die gesamten 90 Minuten durchspielen.“

Sein Gegenüber, Ennepetal-Coach Imre Renji, wusste indes sehr wohl, weshalb sein Team am Ende einen Zähler mitnehmen konnte. „Klar waren wir zu Beginn nicht auf dem Platz und sind verdient in Rückstand gegangen. Danach haben wir uns aber gefangen. In der ersten Halbzeit habe ich eine Chancengleichheit gesehen. Natürlich ist es am Ende etwas glücklich, aber wir nehmen den Punkt sehr gerne mit, zumal Marl-Hüls der erwartet schwere Gegner war“, sah Renji ein eher ausgeglichenes Spiel.
Jedoch war der Spielverlauf für die Ennepetaler auch alles andere als günstig, da sich nach dem frühen Gegentor auch noch Björn Sobotzki verletzte. "Danach waren wir sehr geschockt und mussten umstellen. Das war nicht einfach für uns", verwies Renji auf die Umstände der Partie.

Autor: Maximilian Villis

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