Ausgerechnet ein Ex-Münsteraner hat Preußen im Westfalenpokal den

Westfalenpokal

Lotte ringt Preußen nieder

10. Oktober 2015, 20:30 Uhr
Foto: Tillmann

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Ausgerechnet ein Ex-Münsteraner hat Preußen im Westfalenpokal den "Todesstoß" versetzt.

Gerade einmal acht Minuten stand der im Sommer zu den Sportfreunden Lotte gewechselte Benjamin Siegert auf dem Platz, da rächte er sich für die Pfiffe, die bei seiner Einwechslung aus dem Münsteraner Block zu hören gewesen waren: Mit einem herrlichen Distanzschuss erzielte er vor 1924 Zuschauern den 3:1 (1:1)-Endstand (80.).

Seine Ex-Kollegen waren geschlagen, stemmten sich in den letzten zehn Minuten der intensiven Pokalpartie aber auch nicht mehr gegen die Niederlage. Lotte, mit dem frühen 1:0 durch Tim Wendel (9.) besser in die Partie gestartet, hatte bis auf die Phase nach dem Seitenwechsel, in der die Preußen die aktivere und bessere Mannschaft waren, die Kontrolle über das Spiel, das Orhan Özkara mit dem Ausgleich per Foulelfmeter wieder spannend machte (1:1).

Eine Viertelstunde hielt der Münsteraner Sturmlauf im Sportpark Am Lotter Kreuz nach der Pause an, dann legten die Sportfreunde den Schalter wieder um. Bernd Rosinger erzielte in der 66. Minute das 2:1, das die Gastgeber nach der Gelb-Roten Karte gegen Tim Gorschlüter (75.) nur noch zu zehnt verteidigen konnten. Bis Siegert dann seinen großen Auftritt hatte.

Nach dem Abpfiff und dem erneuten Coup gegen die Preußen zeigte sich Lottes Coach Ismail Atalan angetan von der Leistung seiner Mannschaft: "Vielleicht wollten wir den Sieg etwas mehr. Je länger das Spiel dauerte, desto entschlossener wurden wir. Auch in Unterzahl haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Unser Ziel war es, dem Gegner immer auf die Nerven zu gehen." Diese Ziel hat der Regionalliga-Zweite mit Bravour erreicht, daher musste Preußen-Trainer Ralf Loose eingestehen: "Es war ein echter Pokalfight, teilweise an der Grenze des Erlaubten. Lotte hat den etwas größeren Siegeswillen gezeigt."

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