Dass die Zebras Schlagerfans sind, ist bekannt.

MSV Duisburg

"Das wird eine Nervenschlacht"

05. Oktober 2015, 11:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Dass die Zebras Schlagerfans sind, ist bekannt.

Um sich auf das Kellerduell gegen den SC Paderborn am Montagabend (5. Oktober, 20.15 Uhr) einzustimmen, werden die Duisburger wahrscheinlich auch auf einen Hit der kölschen Kult-Band „Höhner“ zurückgreifen: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Ein passenderes Motto gibt es für das Duell der Verunsicherten jedenfalls nicht. Beide Teams sind weit hinter den Erwartungen und wollen, nein müssen, die Trendwende einläuten. Dass der MSV noch nicht in die Erfolgsspur gefunden hat, liegt an der extrem langen Ausfallliste. Kämpferisch zeigt sich Gino Lettieri mit seiner Mannschaft jedenfalls einverstanden und erklärt die Crux an der misslichen Lage: „Wir kreieren mehr Chancen als in der 3. Liga und lassen hinten auch weniger Möglichkeiten zu. Trotzdem hat es sich bislang nicht in Punkten niedergeschlagen, weil die Fehler, die uns unterlaufen, leider sofort bestraft wurden.“

Dabei denkt der Fußballlehrer vor allem an die Schwächen bei Standards, denn nach ruhenden Bällen klingelte es zuletzt regelmäßig in [person=35]Michael Ratajczaks[/person] Kasten. „Die Spieler sind oft nicht konzentriert genug“, legt Lettieri den Finger in die Wunde: „Jeder muss seinen Raum und Mann abdecken, darf aber nicht abschalten. Doch die Patzer passieren auch, weil die Abstimmungen durch die vielen Wechsel nicht 100-prozentig passt.“

Durch die zahlreichen Ausfälle wäre es schwer, an der Feinjustierung zu arbeiten, dennoch hat er deutliche Fortschritte im taktischen und spielerischen Bereich ausgemacht. Die sollen im Schicksalsspiel gegen Paderborn nicht nur sichtbar werden, sondern auch endlich zum langersehnten Dreier führen. Denn Lettieri weiß, dass am Montagabend nicht nur sein Job auf dem Spiel steht, sondern auch die nähere Zukunft des MSV.

[infobox-right]Zahl des Tages 4
Transfers gab es erst zwischen dem SCP und MSV (Tom Starke, Sören Brandy, Tobias Feisthammel und Jens Wissing wechselten alle von Paderborn nach Duisburg), obwohl beide Klubs nur 188 Kilometer voneinander trennen.[/infobox]

Nur mit einem Sieg kann die dringend erforderliche Kehrtwende eingeläutet und in der Länderspiel-Pause in Ruhe weitergearbeitet werden. Der 48-Jährige blickt voraus: „Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die Probleme haben, aber ein Team wird sich freischwimmen. Ich bin überzeugt davon, dass wir das Zeug haben Paderborn zu schlagen, aber es wird eine Nervenschlacht.“

Genau die könnte der Vorteil der Zebras sein, denn ganz Duisburg hat in den letzten zwei Jahren bewiesen, dass es Nerven wie Drahtseile hat.

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