Trotz ingesamt schwacher Vorstellung schlug der Wuppertaler SV am Sonntagnachmittag die U23 von Rot-Weiß Oberhausen 3:2 (0:1).

WSV - RWO II

Wuppertal reichen 20 Minuten zum Sieg

20. September 2015, 19:00 Uhr
Foto: Christian Deutzmann

Foto: Christian Deutzmann

Trotz ingesamt schwacher Vorstellung schlug der Wuppertaler SV am Sonntagnachmittag die U23 von Rot-Weiß Oberhausen 3:2 (0:1).

Vor 1.971 Zuschauern im Stadion Am Zoo wirkten die Hausherren vom Start weg nicht hundertprozentig konzentriert, sodass nach verhaltenem Beginn RWO die Führung erzielte. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel kam die Kugel über [person=5849]Justin Walker[/person] zu Manuel Schiebener, der sich aus 30 Metern mal ein Herz fasste und die Kugel flach im Netz versenkte. Auch nach dem Treffer änderte sich nicht viel im Spiel beider Mannschaften, Oberhausen stand diszipliniert in der Defensive und der WSV erlaubte sich immer wieder einfache Fehler im Spiel nach vorne. Schließlich musste sich Wuppertal sogar bei [person=15191]Joshua Mroß[/person] bedanken, dass es zur Pause nur 0:1 stand, da der Schlussmann unter anderem gegen [person=28993]Ferdi Acar[/person] glänzend parierte (29.).

Nach dem Seitenwechsel bot sich dann zunächst ein ganz anderes Spiel. Der WSV war bissiger und aggressiver und kam sofort zu Großchancen. Die erste nutzte dann [person=2319]Ercan Aydogmus[/person] in der 53. Minute, als er einen von [person=6828]Thorben Krol[/person] abgewehrten Schuss aus sieben Metern nur ins leere Tor schieben musste. Während sich die Fans noch über den Ausgleich freuten, legten die Gastgeber prompt das 2:1 nach. Keine 60 Sekunden später scheiterte [person=15210]Enes Topal[/person] mit einem Distanzschuss am Pfosten, von wo der Ball genau vor die Füße von [person=5830]Lucas Arenz[/person] sprang, der aus zehn Metern keine Mühe hatte sein erstes Tor für Wuppertal zu erzielen. Doch in der Folge musste sich der WSV erneut bei Mroß bedanken, dass dieser nach einer Freistoßflanke in der 63. Minute gleich zweimal kurz hintereinander den Einschlag zum 2:2 verhinderte.

In der 72. Minute schien dann zunächst alles klar, nachdem [person=4059]Marvin Ellmann[/person] einen Konter zum 3:1 verwertete, doch die Oberhausener Zweitvertretung kam noch einmal heran. Wieder sorgte eine Freistoßflanke für Gefahr, die [person=9221]Niklas Jahny[/person] aus gut 40 Metern in den Strafraum schlug, wo kein Spieler den Ball mehr berührte, sodass das Leder im langen Eck einschlug. Trotz einer letzten Schlussoffensive der Gäste behielt die knappe Führung für den WSV Bestand, der dadurch auf den dritten Tabellenplatz kletterte, während RWO weiter das Schlusslicht der Oberliga Niederrhein bleibt.

Kunkel zufrieden, Vollmerhausen nicht

Dennoch war Coach Peter Kunkel nach dem Spiel alles andere als unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Es ist sehr schade, dass wir nicht belohnt wurden. Eigentlich hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Ich war enorm positiv überrascht von der Leistung. Wir sind verdient in Führung gegangen und mir war klar, dass es nach der Pause noch einmal brenzlig werden würde. Der Doppelschlag hat uns dann das Genick gebrochen, wir hatten keine Ordnung mehr, haben Stellungsfehler gemacht und waren überhaupt nicht auf dem Platz. Trotzdem haben wir danach mutig weitergespielt. Meine Mannschaft hat viel Herzblut in das Spiel gelegt."

Ganz anders sah das bei seinem Gegenüber Stefan Vollmerhausen aus: "Es gibt so Siege, über die kann man sich nicht freuen. Ich bin mit unserer Leistung gar nicht zufrieden und uns haben 20 gute Minuten gereicht, um das Spiel zu gewinnen. Die erste Halbzeit war indiskutabel und man hat gesehen, dass wir noch nicht gefestigt sind. Die Halbzeitpause war dann das positivste, wir haben ganz klar unsere Fehler angesprochen, sind dabei aber nicht laut geworden, sondern sachlich geblieben. Aus sieben Spielen konnten wir 14 Punkte holen, was für eine fast komplett neue Mannschaft gut ist. Trotzdem müssen wir mehr Kontinuität reinbekommen und die Naivität, die wir nach dem 3:1 an den Tag gelegt haben, abstellen. Mittwoch wollen wir dann von der ersten Minute an anders auftreten."

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