Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Nicht für den VfL Bochum, und auch nicht für Janik Haberer.

VfL Bochum

Haberer wieder auf Betriebstemperatur

17. September 2015, 11:07 Uhr
Foto: firo

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Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Nicht für den VfL Bochum, und auch nicht für Janik Haberer.

Doch der [person=8965]21-Jährige[/person] mag mit dem Punktverlust in Sandhausen und seiner persönlichen Situation nicht hadern: „Ohne den Punktabzug wäre Sandhausen Vierter. Deshalb ist ein Punkt dort gar nicht so schlecht. Es ist immer noch ein perfekter Start und für mich persönlich sind zwei Tage mit Fieber im Bett liegen besser, als eine ernsthafte Verletzung.“

Nach der Rückkehr aus Sandhausen hatte er am Samstagmorgen noch leicht im Kraftraum trainiert, ehe ihn ein grippaler Infekt lahmlegte. „Das ganze Programm: Husten, Halsschmerzen und Fieber. Ich lag das ganze Wochenende im Bett“, sagt Haberer.

Ein berühmter Vorgänger mit der Nummer 23

Zwar konnte der offensive Mittelfeldspieler die beiden Einheiten am Montag nicht mitmachen, aber immerhin war er wieder fieberfrei. Bereits am Mittwochvormittag signalisierte Haberer: „Ich kann trainieren.“ Es spricht viel dafür, dass Haberer zum siebten Mal in Folge in der Startformation aufläuft, auch wenn Trainer Gertjan Verbeek zuvor noch einmal genau hinschauen wird.

Ob du willst oder nicht – da kriegt man jedes Mal Gänsehaut
Janik Haberer

Das Spiel gegen Düsseldorf will Haberer jedenfalls keineswegs verpassen und hat dafür eine ganz einfach Erklärung: „Es ist schon kurios, aber auch im Nachwuchsfußball habe ich weder in einem Pflichtspiel noch bei irgendeinem Jugendturnier jemals gegen Fortuna Düsseldorf gespielt. Das will ich jetzt unbedingt nachholen.“

Als Haberer vor einigen Monaten in Bochum unterschrieb, da verkündete er in der offiziellen Verlautbarung des VfL artig: „Der Klub ist für mich die Möglichkeit, um nun endgültig im Profibereich anzukommen.“ Die Zwischenbilanz beeindruckt: Im letzten Jahr bei 1899 Hoffenheim schaffte er es in 34 Spielen nur ein einziges Mal in den 18er Kader des Bundesliga-Teams, blieb aber ohne Einsatz. „Das war ausgerechnet gegen Paderborn“, sagt Haberer schmunzelnd. Um sich zu verbessern, benötigte Haberer genau einen Spieltag: Erste Elf, Siegtor – ein perfekter Start beim VfL im Spiel gegen Paderborn.

Schneller als erwartet ist das rewirpowerSTADION seine Heimat geworden. Der Erfolg in der Vorbereitung gegen Borussia Dortmund vor vollem Haus, drei Siege in den ersten drei Heimspielen und auch gegen Fortuna Düsseldorf wird es wieder ein ausverkauftes Haus geben. Haberer gerät ins Schwärmen: „Das ist fantastisch. Das macht so einen Spaß. Ob du willst oder nicht, da kriegt du beim Einlaufen immer eine Gänsehaut.“

Auf weltmeisterlichen Spuren...

Doch der 21-Jährige weiß auch, dass der Weg nach oben äußerst steinig ist: „Unser Konzept ist stimmig, aber es gelingt uns noch nicht, die Konzentration über 90 Minuten hochzuhalten. Das war in Sandhausen besonders ärgerlich: Wenn wir das zweite Tor machen, gehen wir als Sieger vom Platz.“

Dass er in Bochum die Rückennummer 23 trägt, ist schlichtweg ein Zufall: „Als ich kam, waren viele Nummern schon vergeben. Ich hatte eine kleine Auswahl und da gefiel mir die 23 am besten.“ Vielleicht ist die Rückennummer ja kein schlechtes Vorzeichen, denn einer der letzten, der die 23 auf seinem Trikot hatte, war [person=2013]Christoph Kramer[/person], der ein Jahr später mit just der Nummer 23 in Rio de Janeiro Weltmeister wurde. Vielleicht ist Janik Haberer beim VfL der nächste Durchstarter...

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