Rot-Weiss Essen hat erneut ein Tor gereicht, um drei Punkte zu holen. Bei der SSVg Velbert gewann RWE mit 1:0 (1:0).

Velbert - RWE

Essen nicht besser, aber glücklicher

12. September 2015, 16:42 Uhr
Foto: Tillmann

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Rot-Weiss Essen hat erneut ein Tor gereicht, um drei Punkte zu holen. Bei der SSVg Velbert gewann RWE mit 1:0 (1:0).

Den entscheidenden Treffer zum dritten Saisonsieg erzielte [person=5104]Cebio Soukou[/person] schon in der 10. Spielminute, nachdem die Abwehr von Velbert den Ball nicht vernünftig klären konnte. Die mangelnde Verteidigungsarbeit in dieser Szene war einer von wenigen Kritikpunkten, die Velberts Trainer André Pawlak nachher vorzubringen hatte. Ansonsten war er hochzufrieden damit, wie sich seine Mannschaft gegen die favorisierten Essener geschlagen hatte. „RWE hätte sich sicherlich nicht beschweren können, wenn dieses Spiel Unentschieden ausgegangen wäre“, sagte Pawlak und hatte damit Recht. Ein Leistungsunterschied zwischen dem Aufsteiger und dem Aufstiegskandidaten war nicht zu erkennen.

RWE-Coach Jan Siewert wollte auch keinen Hehl daraus machen, dass dieses Spiel anders hätte ausgehen können. „Manchmal gewinnt in dieser Liga nicht die bessere Mannschaft, sondern die, die das Tor macht“, lautete sein Fazit. Und dieses eine Tor erzielte RWE. Dass keine weiteren Treffer fielen, war durchaus überraschend. Insbesondere in der ersten Hälfte kamen beide Teams zu mehreren guten Gelegenheiten, ließen aber die letzte Genauigkeit im Abschluss vermissen. Zudem bekamen beide Keeper die Gelegenheiten, zumindest eine überragende Parade zu zeigen. Velberts Philipp Sprenger fischte vor der Pause einen Kopfball von Moritz Fritz aus dem Winkel, in der Nachspielzeit des Spiels lenkte Niclas Heimann einen Versuch von Kevin Hagemann gerade noch zur Ecke.

Da war Fritz im übrigen schon nicht mehr auf dem Platz. Der Essener Kapitän holte sich in der Schlussphase wegen Haltens seine zweite Gelbe Karte des Tages ab. Es war bereits der dritte Platzverweis von RWE im sechsten Spiel. Siewert war allerdings nicht sauer auf Fritz, sondern eher auf den Schiedsrichter, der seiner Meinung nach zu viele Karten gezückt hatte. Im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln II muss der Essener Trainer nun nicht nur seinen Kapitän ersetzen, sondern auch weiterhin Marwin Studtrucker. Der Offensivmann sprach am Rande des Spiels in Velbert davon, dass sich seine Verletzung als Sehnenriss herausgestellt hat. Studtrucker rechnet mit zwei Wochen Pause. Aufgrund der zwei englischen Wochen, die RWE vor sich hat, könnte der Rechtsfuß also schlimmstenfalls sogar fünf Spiele verpassen. Gegen Velbert ersetzte ihn Soukou – und traf zum Sieg. Den Startelfplatz dürfte Soukou vorerst gebucht haben.

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