Zum Auftakt gab es für die SGS eine Niederlage gegen den FFC Frankfurt. Kirsten Nesse erwies sich später als gute Analystin.

SGS Essen

Nesse macht Trainer Högner Konkurrenz

02. September 2015, 15:24 Uhr
Foto: Kristina Jäger

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Zum Auftakt gab es für die SGS eine Niederlage gegen den FFC Frankfurt. Kirsten Nesse erwies sich später als gute Analystin.

Besser hätte Markus Högner die 0:2-Niederlage der Essenerinnen auch nicht zusammenfassen können. "Frankfurt hat sehr tief gestanden und abwartend gespielt. Wir konnten unsere Taktik nicht durchsetzen, sind zu nervös geworden, wollten dann Akzente nach vorne setzen und sind wegen Fehlpässen in Konter gelaufen", erklärte Nesse ein paar Tage später. Ihr Trainer hatte dem nichts mehr hinzuzufügen. Offensichtlich kann er den Neuzugang aus Herford mal als Aushilfe einsetzen, sollte er verhindert sein.

Dann könnte Nesse auch schon mal für die Zukunft üben, wenn sie 20 bis 30 Jugendliche vor sich hat und diese zum Lernen bewegen muss. Wenn alles glatt läuft, dann fängt die 19-Jährige im nächsten Jahr ihr Lehramtsstudium an. Mathematik und Sport sind ihre Vorlieben.

Bis dahin kann sie auf dem Fußballplatz aber sicher von ihrem Coach noch ein bisschen mitnehmen, damit sie und ihre Teamkolleginnen beim nächsten Mal die Ruhe bewahren, wenn das Spiel nicht nach ihren Vorstellungen läuft. Auf die Frage, warum sie denn nicht einfach den 2000sten Querpass gespielt haben, nachdem sie festgestellt hatten, dass Frankfurt sie nicht angreifen würden, erklärte Nesse: "Als Verteidiger bist du es nicht gewöhnt, so viele Ballkontakte zu haben. Und wir wollen ja auch Fußball spielen."

Das können die Essenerinnen wieder am Sonntag. Um 14 Uhr ist der SC Sand zu Gast. Wird die SGS dann ähnlich zurückhaltend in die Partie gehen, wie es der FFC gegen sie gemacht hat? Schließlich sind sie ja diesmal der Favorit in der Partie. "Wenn wir in unser Umschaltspiel finden, dann brauchen wir das nicht. Dann haben wir schnelle Spielerinnen, die bei Ballverlust schnell wieder zurück laufen." Auch dem hatte Högner nichts mehr hinzuzufügen.

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